Optionen bewerten mittels Chart-Software

Die aktuellen Handelskurse können auch technisch analysiert werden, was für alle die Trader geeignet ist, die sich nicht mit dem Newstrading oder einer umfassenden Analyse des Marktes befassen wollen. Diverse Hersteller bieten die entsprechende Software an, die teilweise gratis verfügbar ist oder gegen Gebühr für einen festen Zeitraum verwendet werden darf.

Möglichkeiten und Grenzen der Chartanalyse

Neben der Leihe ist auch ein Kauf möglich, sodass die Nutzung der Software keiner Befristung unterliegt. Es gibt einige Funktionen, die unbedingt durch die Software für eine Chartanalyse bereitgestellt werden sollten. Zum einen sind das verschiedene Zeichenwerkzeuge, zum anderen diverse Anzeigen, denn anhand dieser lassen sich Rückschlüsse und Vorhersagen über den weiteren Verlauf der Kurse treffen.

Allerdings sei an dieser Stelle auch erwähnt, dass selbst mit der besten Software nie eine ganz exakte Aussage über die Zukunft getroffen werden kann, denn die Kurse unterliegen zahlreichen Einflüssen und Faktoren, die nicht absehbar sind, aber große Auswirkungen haben können. Die Chartanalyse trifft demzufolge keine exakte Aussage, kann aber den wahrscheinlich eintretenden Verlauf des Kurses abschätzen. Mit Sicherheit eintreten muss das Ergebnis aber nicht. Verluste müssen immer einkalkuliert werden!

Entscheidungen lassen sich somit durch die softwaregestützte Chartanalyse leichter treffen, weil ein positiver oder negativer Erwartungswert zugrunde gelegt werden kann. Das Risiko wird damit etwas geringer, dennoch kann es niemals gänzlich ausgeräumt werden. Doch es bleibt zu erwähnen, dass durch die Chartanalyse per Software, die dem Risikomanagement unterliegt, die Summe aller Gewinne höher ausfallen wird, als wenn Sie auf diese Analyse verzichten.

Verschiedene Tools zur Chartanalyse sind im Netz kostenlos erhältlich. Doch wie gut sind diese Werkzeuge wirklich?(#01)

Verschiedene Tools zur Chartanalyse sind im Netz kostenlos erhältlich. Doch wie gut sind diese Werkzeuge wirklich?(#01)

Nützliche Gratis-Software?

Verschiedene Tools zur Chartanalyse sind im Netz kostenlos erhältlich. Doch wie gut sind diese Werkzeuge wirklich? Wer sich hier einmal durch das Angebot probiert, wird überrascht sein, denn die Tools stehen den Kauf-Softwares in nichts nach. Sie bieten verschiedene Funktionen zur Analyse und lassen unter anderem den Handelsalarm zu, bei dem der Nutzer über interessante Trading-Varianten informiert wird. Teilweise ist der Leistungsumfang der Tools sogar so groß, dass sie drohen, unübersichtlich zu werden und längst nicht alle Funktionen genutzt werden können. Wer eine Gratis-Software nutzen möchte, sollte daher genau wissen, was er braucht und die Angebote entsprechend sondieren.

Im Gegensatz zur kostenlosen Software zur Chartanalyse stehen die Angebote, die gebührenpflichtig sind und nur nach Kauf dauerhaft genutzt werden können. Andernfalls kommt diese Variante einer Miete gleich und die Mietdauer ist auf einen festen Zeitraum ausgelegt. Teilweise sind diese Softwares durchaus hilfreich, bieten sie doch einige nützliche Zusatzfunktionen. Dennoch sollten Sie achtsam bleiben, denn die Broker, die derartige Softwares anbieten, verlangen oft eine unverhältnismäßig hohe Gebühr oder hohe Einzahlungen – lassen Sie sich nicht dazu verleiten, mehr Geld als eingeplant einzuzahlen! Verlassen Sie das geplante Budget und damit Ihre persönlich festgelegte Komfortzone, führt das oft zu schlechten Einscheidungen, weil das Geld wieder „hereingeholt“ werden soll. Meist ein Fehler, denn der Kurs lässt sich nun einmal nicht durch den Wunsch nach Erfolg beeinflussen.

Welche Funktionen sollten enthalten sein?

Einige Softwares zur Chartanalyse sind derart überfüllt mit Funktionen, dass der Anwender kaum noch den Überblick behalten kann. Der Anbieter der Software zeigt sich natürlich begeistert und bewirbt sein Produkt mit all den Möglichkeiten, die sich dem Nutzer dadurch bieten. Doch der Anwender und Trader sollte zuerst einmal wissen, was er wirklich braucht und möchte, welche Funktionen wichtig sind und welche ohnehin nicht zum Einsatz kämen, aber teuer bezahlt werden müssen.

Vor allem die Trader, die noch keine allzu große Erfahrung in der Branche haben und ihre Handelserfahrungen erst sammeln müssen, sind häufig mit dem Leistungsumfang der Chartanalyse-Software überfordert. Diesen Tradern sei geraten, sich erst einmal mit den Basisfunktionen vertraut zu machen. Diese grundlegenden Funktionen sind bei fast allen Brokern zu finden und gehören praktisch zur Grundausstattung eines jeden Analysetools. Sie sollten wissen, was die Ergebnisse der Analysen aussagen und welche Schlüsse Sie daraus ziehen können. Lernen Sie, die Ergebnisse zu interpretieren und gehen Sie dabei nüchtern und realistisch vor.

Hier liegt das Problem der Software, die mit zu vielen Details aufwartet: Die Ergebnisse können nicht mehr angemessen interpretiert werden. Sie liegen zwar vor, doch niemand weiß so richtig etwas damit anzufangen. Das heißt nicht, dass sie wirklich überflüssig sind, denn viele Ergebnisse können durchaus sinnvolle Informationen enthalten. Sind diese aber nicht auszulesen, bringen Sie niemandem etwas. Somit gilt wieder einmal der beliebte Spruch „Weniger ist manchmal mehr“ und führt zu dem Tipp, dass sich Trader auf die wichtigsten Funktionen konzentrieren sollten. Außerdem ist es bedeutend wichtiger, dass die wirklich notwendigen Funktionen der Software aussagekräftig sind und keine Schwachstellen aufweisen.

Ein Rat für alle Trader: Setzen Sie sich zudem mit der klassischen Handelspsychologie auseinander. Das sorgt dafür, dass Sie in der Lage sind, emotionale Entscheidungen zu sehen und nicht nach diesen zu handeln. Spekulative Finanzprodukte sind keine Sache, die emotional angegangen werden sollte!

Bis vor einiger Zeit wandten nur professionelle Händler das automatisierte Trading an, heute ist auch das längst in der Hand von Kleinanlegern, die hierüber ihr Glück machen wollen. Dabei werden mehrere Hundert Handelskurse auf ein festgelegtes Muster untersucht, somit wird der Kursverlauf ausschlaggebend für weitere Entscheidungen. (#02)

Bis vor einiger Zeit wandten nur professionelle Händler das automatisierte Trading an, heute ist auch das längst in der Hand von Kleinanlegern, die hierüber ihr Glück machen wollen. Dabei werden mehrere Hundert Handelskurse auf ein festgelegtes Muster untersucht, somit wird der Kursverlauf ausschlaggebend für weitere Entscheidungen. (#02)

Automatisiertes Trading dank Analysesoftware

Bis vor einiger Zeit wandten nur professionelle Händler das automatisierte Trading an, heute ist auch das längst in der Hand von Kleinanlegern, die hierüber ihr Glück machen wollen. Dabei werden mehrere Hundert Handelskurse auf ein festgelegtes Muster untersucht, somit wird der Kursverlauf ausschlaggebend für weitere Entscheidungen. Automatisch lassen sich damit Trades platzieren. Dennoch ist auch das automatisierte Trading nicht ohne ausreichende Vorkenntnisse möglich bzw. sinnvoll, denn Sie sollten wissen, welche Handelskurse Sie derart behandeln können und wann es nicht empfehlenswert ist, auf Automatisierung zu setzen. Ignorieren Sie Angebote, bei denen Sie nur einen Bot gegen Gebühr kaufen sollen und dieser angeblich an jedem Tag Gewinne für Sie erzielt. Das ist Humbug und kann der Realität nicht standhalten.

Was ist die beste Trading Software?

Aus den Informationen zum Chart sollten sich Handelssignale ableiten lassen, was über verschiedene Zeichen und doppelte Signallinien möglich ist. Beachten Sie die Hoch-Tief-Kursspanne für einen festen Zeitraum, was allerdings eher für erfahrene Trader geeignet ist. Für einen Laien bzw. Einsteiger ist die Fülle an Informationen, die ein ganzer Handelszeitraum zu bieten hat, oft viel zu viel. Setzen Sie in dem Fall eher auf eine automatische Software, die beispielsweise wichtige Ereignisse erkennt und darauf ausgerichtet ist, Chartmuster auszumachen und zu kennzeichnen.

Auf dieser Basis treffen Sie Ihre Kauf- und Verkaufentscheidungen und erleben hoffentlich einen ansehnlichen Börsengewinn. Eine gute Software lässt Sie die Bewegungen einzelner Aktien ebenso verfolgen, wie sie unterschiedliche Märkte darstellt, wofür sie auf Grafiken und Zeichnungen setzt. Dabei sind nicht nur Auswertungen von bereits Gewesenem wichtig, sondern auch Prognosen für die Zukunft sowie die Verfolgbarkeit der Kurse in Realtime. Beim Handel mit kurzfristigen Finanzprodukten kommt es auf die Verfolgbarkeit der Kurse in Echtzeit in besonderem Maße an, denn hier müssen nicht selten direkte Entscheidungen getroffen werden. Überlegen Sie zu lange, haben Sie Ihre Chance vertan!

Die Software sollte daher auch einen Ticker beinhalten, der sich um wirtschaftliche und politische Ereignisse kümmert, die einen Einfluss auf das Kursgeschehen haben können und diese in seinen Prognosen berücksichtigt. Welche die beste Trading Software ist, kann an dieser Stelle nicht abschließend gesagt werden. Die Anforderungen des Traders und seine Fachkenntnis spielen bei der Auswahl eine besondere Rolle und nicht selten werden verschiedene Tools ausprobiert, ehe das eine, am besten geeignete gefunden wird. Wichtig ist, dass individuelle Einstellungen der Parameter möglich sind, wenngleich auch das keinen hundertprozentigen Erfolg garantieren kann. Neben der Auswertung der Charts sowie der Verwendung verschiedener Parameter ist auch der Editor relevant, denn mit diesem können automatisierte Handelssysteme entwickelt werden.

Es ratsam, zuerst kostenlose Tools auszuprobieren, so finden Sie heraus, was Ihnen wichtig ist, welche Funktionen Sie brauchen und welche Zusatzanwendungen hilfreich sein können. (#03)

Es ratsam, zuerst kostenlose Tools auszuprobieren, so finden Sie heraus, was Ihnen wichtig ist, welche Funktionen Sie brauchen und welche Zusatzanwendungen hilfreich sein können. (#03)

Fazit zur Software für die Chartanalyse

Der Markt ist voller Softwares, die für die Chartanalyse angeboten werden, teilweise seitens der Broker und verpflichtend anzunehmen, teilweise frei zugänglich im Netz. Einen eindeutigen Sieger unter den Softwares gibt es nicht, denn die Ansprüche der Trader sind zu unterschiedlich. Wichtig ist jedoch immer, dass ausreichende Informationen bereitgestellt werden, die in ihrem Umfang auf die Fachkenntnis des Traders angepasst sind. Das heißt, dass ein Anfänger nicht mit Infos überflutet werden sollte, während ein Profi durchaus komplexe Handelsstrategien aus den zahlreichen Funktionen ableiten kann. Lassen Sie sich nicht vom Wesentlichen ablenken und probieren Sie verschiedene Softwares, ehe Sie sich für eine entscheiden. Außerdem ist es ratsam, zuerst kostenlose Tools auszuprobieren, so finden Sie heraus, was Ihnen wichtig ist, welche Funktionen Sie brauchen und welche Zusatzanwendungen hilfreich sein können.


Bildnachweis:©Shutterstock-Titelbild: _Pressmaster -#01: ImageFlow   -#02: Kaspars Grinvalds  -#03: Daxiao Productions

 

Über Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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