Fonds anlegen: Mit Mischfonds das Risiko minimieren

Fonds anlegen bieten gute Renditen bei überschaubarem Risiko. Die Zinsen befinden sich seit Jahren auf einem historischen Tiefstand, sodass Sparer nach Alternativen suchen, mit denen sie ihr Geld mit hoher Rendite anlegen können.

Geld anlegen durch Fonds Sparen: Wie geht das?

Die Zeiten, in denen Sparer eine gute Rendite mit Bankprodukten wie Festgeld oder Tagesgeld erzielen konnten, sind längst vorbei. Derzeit befinden sich die Zinsen auf einem extrem niedrigen Niveau. Was Kreditnehmer freut, ist für diejenigen, die Geld für einen langfristigen Vermögensaufbau sparen möchten, ein echtes Problem. An der Börse zu investieren, bringt zwar eine gute Rendite, ist jedoch auch mit einem größerem Risiko verbunden.

Es gibt jedoch eine Möglichkeit, von den Profiten an der Börse zu profitieren und dabei dennoch das Risiko zu minimieren. Fonds bieten sehr gute Optionen, wenn man Geld langfristig anlegen möchte. Wer sich noch nie mit dem Thema Fonds Sparen beschäftigt hat, sollte sich vorher darüber informieren, welche Fonds die besten sind und was man vor der Auswahl beachten sollte.

Innovative Internet-Plattformen wie Depot.de bieten Anlegern nicht nur eine Vielzahl an Informationen zum Thema Fonds, sondern außerdem die Möglichkeit, Fonds zu günstigen Konditionen und ohne Ausgabeaufschlag zu kaufen.

Video: 10 Jahre Finanzkrise: Die Party der Banker geht weiter | WDR Doku

Wieso Investieren mehr Rendite bringt als Sparen

Deutschland ist ein Land der Sparer, was sich in der traditionell hohen Sparquote der privaten Haushalte niederschlägt:

  • 1991: 12,6 Prozent
  • 1996: 10,5 Prozent
  • 2001: 9,6 Prozent
  • 2006: 10,1 Prozent
  • 2008: 10,5 Prozent
  • 2013: 8,9 Prozent
  • 2018: 10,4 Prozent

Nach der Finanzkrise 2008 sank die Sparquote unter zehn Prozent und erreichte 2013 ihren Tiefpunkt. Seitdem steigt die Sparquote trotz niedrigster Zinsen jedoch wieder kontinuierlich an. Konnte man vor 20 Jahren noch mit einer Verzinsung von knapp drei Prozent für Festgeld mit dreimonatiger Kündigungsfrist rechnen, werden heute nur noch Renditen bis maximal 0,5 Prozent bezahlt. Viele Banken zahlen sogar gar keine Zinsen auf dieses klassische Anlageprodukt und teilweise werden für besonders hohe Vermögen sogar Negativzinsen verlangt.

Im Klartext bedeutet das, dass man Geld verliert, denn die minimalen Zinsen werden durch die Inflationsverluste mehr als aufgezehrt. Wenn Sparen also nichts mehr bringt, sollte man nach Möglichkeiten suchen, um zu investieren und auf diese Weise von der positiven konjunkturellen Entwicklung zu profitieren. Die meisten Privatpersonen trauen es sich jedoch nicht zu, Aktien zu kaufen, da ihnen das Know-how für das Trading an der Börse fehlt. Es liegt nahe, diese Aufgabe Experten zu überlassen und in Fonds zu investieren.

Wie funktioniert das Fonds Sparen?

Fonds bieten Privatanlegern hervorragende Möglichkeiten, hohe Renditen zu erzielen und langfristig für einen stabilen Vermögensaufbau zu sorgen. Wer Geld anlegen möchte, muss weder Börsen-Profi sein, noch hohe Risiken in Kauf nehmen. Außerdem kann man bei dieser Art des Vermögensaufbaus bereits mit kleinen Beträgen einsteigen und Geld anlegen.

Der große Vorteil dieser Art der Geldanlage besteht in der hohen Risikostreuung. Jede Form der Geldanlage unterliegt Schwankungen, beim Fondssparen wird jedoch in ein ganzes Bündel an unterschiedlichen Anlagen investiert, sodass sich negative und positive Entwicklungen meist zumindest ausgleichen. Ziel des Fondsmanagements ist es selbstverständlich, dass eine insgesamt positive Wertentwicklung erreicht wird.

Investmentfonds verwalten das Geld vieler Anleger und haben deshalb genügend Kapital, um das Risiko zu streuen. Das Anlegen geringer Summen ist ansonsten mit einer derartigen Risikostreuung nicht möglich.

Investmentfonds werden von einem Fondsmanager verwaltet, der sein Fachwissen nutzt, um durch eine möglichst geschickte Umschichtung hohe Renditen zu erzielen, ohne dabei das Risiko außer Acht zu lassen.

Investmentfonds werden von einem Fondsmanager verwaltet, der sein Fachwissen nutzt, um durch eine möglichst geschickte Umschichtung hohe Renditen zu erzielen, ohne dabei das Risiko außer Acht zu lassen.(#01)

Geld anlegen mit Fonds: Allgemeine Erklärung

Wer Geld anlegen möchte, sollte diese Form des Investments auf jeden Fall in Betracht ziehen. Man unterscheidet Investment- und Indexfonds. Investmentfonds werden von einem Fondsmanager verwaltet, der sein Fachwissen nutzt, um durch eine möglichst geschickte Umschichtung hohe Renditen zu erzielen, ohne dabei das Risiko außer Acht zu lassen. Entscheidet man sich beispielsweise für einen Aktienfonds, der in deutsche Aktien aus dem DAX investiert, sollte dieser eine bessere Rendite erwirtschaften, als der DAX insgesamt.

Ein Investmentfonds wird als Sondervermögen von einer Kapitalverwaltungsgesellschaft aufgelegt und verwaltet. Es gibt unterschiedliche Möglichkeiten, wie die Kapitalverwaltungsgesellschaft das Sondervermögen anlegt:

  • Aktien
  • Unternehmens- und Staatsanleihen (Renten)
  • Immobilien
  • Rohstoffe
  • Währungen

Für Anleger ist es sehr vorteilhaft, dass es sich beim Fondsvermögen um ein Sondervermögen handelt, welches nicht zur Insolvenzmasse zählt, sodass kein Emittentenrisiko besteht. Das Anlagekapital der Investoren muss von der Kapitalverwaltungsgesellschaft bei einer unabhängigen Depotbank hinterlegt werden.

Indexfonds (ETF = Exchange Traded Funds) bilden den gesamten Aktienindex ab und werden somit nicht aktiv gemanagt. Steigt oder fällt der Index, steigt oder fällt der Fondswert in gleichem Maße. Geld anlegen in Indexfonds ist ebenfalls bereits mit relativ geringen monatlichen Beträgen möglich und durch die Koppelung an den Gesamtindex auch für Investment-Neulinge leicht zu durchschauen. Bei einer positiven Entwicklung des Gesamtmarkts sind Indexfonds ein risikoarmes Investment.

Video: Was sind Fonds?

Welche verschiedene Fondsarten werden unterschieden?

Wer Geld anlegen möchte, muss sich zunächst für eine Fondsart entscheiden:

  • offene Fonds
  • geschlossene Fonds

Meist handelt es sich um offene Investmentfonds, die über verschiedene Institutionen gekauft werden können:

  • Banken
  • Investmentgesellschaft
  • Finanzinstitute
  • Fondsvermittler
  • Börse

Verkaufen kann man seine Fondsanteile allerdings üblicherweise nur an die betreffende Investmentgesellschaft. Im Hinblick auf die Laufzeiten können Anleger sowohl Varianten mit kurzer als auch mit mittelfristiger oder langfristiger Laufzeit wählen. Darüber hinaus gibt es Laufzeitfonds, die von vornherein zeitlich begrenzt sind.

Geschlossene Fonds sind meist als GmbH & Co.KG organisiert. Die Kommanditanteile werden innerhalb eines bestimmten Zeitrahmens als Fondsanteile verkauft, bevor der Fonds geschlossen wird. Es wird ein hoher Ausgabeaufschlag von bis zu 20 Prozent erhoben und die Laufzeiten sind langfristig (zehn bis 30 Jahre). Oft ist es Ziel dieser Fonds, in gewerbliche Immobilien oder in Wohnimmobilien zu investieren.

Darüber hinaus gibt es eine Vielzahl an geschlossenen Fonds:

  • Flugzeugfonds
  • Medien- und Filmfonds
  • Waldfonds
  • Unternehmensbeteiligungen
  • Infrastrukturfonds

Geschlossene Investmentfonds sind in die Kritik geraten, weil erhöhte Haftungsrisiken bestehen, Steuervorteile weggefallen sind und sogar das Risiko des Totalverlusts nicht auszuschließen ist, wenn sich das Investment negativ entwickelt. Außerdem waren diese Investmentfonds häufiger in Betrugsskandale verwickelt, sodass sie für Privatanleger nicht empfehlenswert sind.

Video: Megatrends der Fondsbranche: Welche Produkte derzeit gefragt sind und was sie bringen

Profitieren die Anleger von den Dividenden?

Investmentfonds legen das Kapital in Wertpapieren an, die wiederum Zinsen und Dividenden erzielen. Handelt es sich um einen sogenannten ausschüttenden Investmentfonds, werden diese Gewinne regelmäßig an die Anleger ausgezahlt, wohingegen thesaurierende Investmentfonds die Gewinne reinvestieren. Dabei profitieren die Kapitalanleger dann vom Zinseszins-Effekt.

Fonds als Geldanlage: Tipps für Anleger

Es gibt die unterschiedlichsten Investmentfonds und die Wahl hängt davon ab, welche Kriterien als wichtig erachtet werden. Für Privatanleger besonders geeignet sind:

  • Aktienfonds
  • Rentenfonds
  • Mischfonds

Aktienfonds

Dabei wird ausschließlich in Aktien investiert, wobei in Deutschland festgelegt ist, dass mindestens 16 verschiedene Aktien enthalten sind und keine dieser Aktien einen größeren Anteil als zehn Prozent am Gesamtkapital erreicht. Damit wird von vornherein eine Risikostreuung garantiert. Oft werden ausschließlich Aktien aus einer bestimmten Region gekauft oder es wird eine Auswahl im Hinblick auf die Branche oder die Unternehmensgröße vorgenommen. Aktienfonds bieten die höchsten Renditechancen, sind jedoch risikoreicher als Renten- oder Mischfonds.

Rentenfonds

Rentenfonds investieren in Unternehmens- oder Staatsanleihen sowie in Zinspapiere (z. B. Genussscheine oder Pfandbriefe). Hierbei verdienen die Anleger eher an den Zinsausschüttungen und weniger an Wertschwankungen. Rentenfonds sind mit den geringsten Risiken verbunden.

Mischfonds

Mischfonds investieren in Aktien, Anleihen und zusätzlich in Immobilien sowie Rohstoffe. Oft ist das Mischungsverhältnis zwischen den einzelnen Anlagegattungen vorgegeben. Je höher der Aktienanteil ist, umso höher ist das Risiko.

Welche Kriterien beeinflussen die Wahl eines Fonds?

Zunächst sollte man sich die Frage stellen, ob man mehr Wert auf ein geringes Risiko oder auf eine möglichst hohe Renditechance legt. Reine Aktienfonds bieten die höchsten Renditechancen. Um die Entscheidung zu erleichtern, kann man sich die Fondsentwicklung in den letzten Jahren ansehen.

Ein weiteres Entscheidungskriterium sind die Kosten, die der Anleger bezahlen muss. Neben einem Ausgabeaufschlag (Agio) von 2,5 bis sieben Prozent werden Verwaltungskosten (jährlich 1,5 bis 2,5 Prozent), Transaktionskosten und Depotgebühren fällig. Außerdem werden Handelsgebühren erhoben, wenn Anteile über die Börse gekauft werden und auch ein Disagio (Rückgabeaufschlag) von mehreren Prozentpunkten muss manchmal bezahlt werden. Um die verschiedenen Investmentfonds hinsichtlich der Kosten zu vergleichen und die besten Angebote zu finden, kann man die Total Expense Ratio (TER) betrachten, die alle Kosten bis auf den Ausgabeaufschlag enthält.


Bildnachweis:©Shutterstock-Titelbild: fizkes -#01: fizkes

Über Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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