Börse online: Von Meistern lernen

Wenn es um die deutsche Börse, die aktuellen Kurse der Aktien und Nachrichten über gute Anlageoptionen oder fallende Kurse geht, verstehen selbst Experten manchmal nur Bahnhof. Wer sich wirklich mit dem Aktienhandel auskennt und dabei regelmäßig Gewinne erzielt, wird nicht zu Unrecht als Meister seines Fachs bezeichnet. Für Laien bleiben die Entwicklungen im Hinblick auf die deutsche Börse und den internationalen Aktienhandel häufig ein Buch mit sieben Siegeln.

Wer trotzdem erfolgreich in den Aktienhandel einsteigen und ein Experte für die deutsche Börse, den DAX und den internationalen Finanzmarkt werden möchte, orientiert sich am besten an den Meistern. Einige von ihnen behalten ihre Strategien nämlich nicht für sich, sondern teilen sie bereitwillig mit allen anderen. Bei einem Blick auf das Kaufverhalten und die verfolgten Strategien dieser Meister können sich auch Laien praktische Informationen und taktisches Geschick abschauen, das für Anleger in Deutschland von Vorteil sein kann. Mit diesem erworbenen Wissen über die Börse online , ist der deutsche Aktienindex, kurz DAX, nicht länger ein großes Mysterium.

Video: An der Börse als Anfänger im Schlaf Geld verdienen? – Aktien für Einsteiger

Wer sind die Experten für die deutsche Börse?

Ausgerechnet ein US-Amerikaner erweist sich seit Jahrzehnten als Experte für die Börse und deren Trends, auch im Hinblick auf deutsche Unternehmen, die an der Börse notiert sind. Die Rede ist von Warren Buffett, der seit seinem zwanzigsten Lebensjahr mit Aktien spekuliert und damit inzwischen ein Milliardenvermögen erwirtschaftet haben soll. Der Anfang seiner Karriere liegt im Jahr 1951, als er mit fünf Angestellten im Unternehmen seines Vaters in den USA die ersten Transaktionen an der Börse vornahm und seine erste Aktie erwarb. Damit baute er sein Vermögen schrittweise auf und gilt inzwischen als Multimilliardär. Vom Forbes Magazine, einem renommierten US-Wirtschaftsmagazin, wurde er im Jahr 1993 zum reichsten Bürger der USA gekürt.

Basis des finanziellen Erfolgs von Warren Buffett ist der Aktienhandel und damit beschränkt sich der Meister seines Fachs schon lange nicht mehr nur auf Wertpapiere von Unternehmen mit Sitz in den USA. Auch Unternehmen aus europäischen Ländern stehen im Fokus des Börsenexperten, da sie in seinen Augen ein deutlich größeres Potential bieten. Aus seiner Erfolgsstrategie macht er kein Geheimnis, sondern lässt vielmehr jeden Interessierten an seinem Erfolgsrezept teilhaben. Damit geht Warren Buffett weltweit auf Reisen und spricht bei Kongressen und Tagungen über seine Strategien und die eigene Erfolgsgeschichte. Seine Reisen nutzt der Amerikaner gleichzeitig, um immer wieder ein neues Unternehmen aufzuspüren, von deren Aktie er sich zukünftig einen stattlichen Gewinn verspricht.

Warren Buffett verfolgt eine strikte und doch simple Anlagestrategie: Er kauft die Wertpapiere eines Unternehmens zu dem Zeitpunkt, wenn sie einen großen Wertverlust aufweisen. (#01)

Warren Buffett verfolgt eine strikte und doch simple Anlagestrategie: Er kauft die Wertpapiere eines Unternehmens zu dem Zeitpunkt, wenn sie einen großen Wertverlust aufweisen. (#01)

Was ist die Erfolgsstrategie von Warren Buffett?

Warren Buffett verfolgt eine strikte und doch simple Anlagestrategie: Er kauft die Wertpapiere eines Unternehmens zu dem Zeitpunkt, wenn sie einen großen Wertverlust aufweisen. Hat die Aktie ihren niedrigsten Stand erreicht, schlägt Warren Buffett im großen Stil zu. Er setzt darauf, dass die Anleger ihre Einschätzung des Unternehmens auf lange Sicht korrigieren und der Wert erneut ansteigt. Zu diesem Zeitpunkt fährt Buffett mit seinen Wertpapieren einen satten Gewinn ein, wenn er sie wieder abstößt. Seine Devise beim Aktienhandel lautet daher, dass er Wertpapiere kauft, wenn andere Anleger Angst haben und selbst vorsichtig wird, sobald diese gierig werden.

Die verfolgte Strategie ist daher nicht auf kurzfristige Gewinne aus, sondern versteht sich als langfristige Geldanlage mit einer Investitionszeit von mindestens fünf Jahren. Auf diese Weise hat Buffett in den Krisen zahlreicher Konzerne große Aktienpakete erworben und diese zu einem deutlich späteren Zeitpunkt gewinnbringend wieder auf den Markt geworfen. Den Erfolg seiner Anlagestrategie hat sich der Amerikaner zu Nutze gemacht und betriebt inzwischen ein Unternehmen, welches für Kunden an der Börse handelt. Die Investmentgesellschaft Berkshire Hathaway agiert international und hält zum Beispiel Wertpapier von Coca Cola, American Express und Procter & Gamble.

So lernen Sie vom Meister

Die von Buffett verfolge Anlagepolitik lässt sich auch im Hinblick auf die deutsche Börse nutzen. Wer den DAX stets im Auge hat und die aktuellen Trends online oder in den Nachrichten einschlägiger Fachmagazine verfolgen möchte, hat jedoch viel zu tun. Nach Tipps von Buffett sollten sich Anleger vor allem auf jene Wertpapiere konzentrieren, die sich gerade auf Talfahrt befinden. Wenn sie einen besonders niedrigen Wert erreicht haben, ist es Zeit zuzuschlagen. Jetzt können die Wertpapiere zu besonders günstigen Konditionen gekauft werden, um sie später wieder zu veräußern. Diese Taktik setzt jedoch voraus, dass es tatsächlich auf lange Sicht zu einem erneuten Kursanstieg kommt.

Daher sollte ein Anleger vorab prüfen, aus welchem Grund es gerade zu einem schlechten Kurs gekommen ist. Sind beunruhigende Bilanzen des Konzerns daran schuld oder gibt es einen aktuellen Skandal in den Nachrichten rund um das Unternehmen? Handelt es sich um einen Auslöser, der lediglich von begrenzter Zeit nachteilig für den Aktienkurs ist, greift die Buffett-Erfolgsstrategie. Sind jedoch ernsthafte Zahlungs- oder Absatzschwierigkeiten der Grund, kann es auch auf lange Sicht möglicherweise nicht mehr zu einem Anstieg des Kurses kommen und der Konzern geht in die Insolvenz. Blindes Kaufen von Wertpapieren auf Talfahrt ist daher nicht ratsam und stellt ein großes Risiko für die Anlagesumme dar.

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Cashflow oder Jahresgewinn: Was ist relevant für die deutsche Börse?

Profianleger sprechen dem Cashflow eines Unternehmens inzwischen den größeren Stellenwert bei der Bewertung zu, als dem Jahresgewinn in Euro. Grund hierfür ist, dass ein verfügbarer Cashflow einen Konzern dynamisch macht. Investitionen in Neuerungen, der Ausbau oder einzelne Geschäftsbereiche lassen sich bei einem großen Cashflow deutlich unbürokratischer und schneller realisieren. Eine Sonderstellung bei der Bewertung nimmt der freie Cashflow ein. Diese Bezeichnung meint Geldmittel, die nicht für das operative Geschäft und ebenso wenig für Investitionen benötigt werden. Dieser freie Cashflow steht dann für die Schuldentilgung und für Dividenden zur Verfügung. Trotzdem spielt selbstverständlich auch der Jahresgewinn eines Unternehmens bei der Unternehmensbewertung eine wichtige Rolle. Hierbei ist jedoch zu berücksichtigen, dass verschiedene Mittel dazu dienen können, die Jahresbilanz zu beschönigen. Ein genauer Blick auf die dort angegebenen Kennzahlen ist daher unbedingt anzuraten.

So wenden Sie die Buffett-Strategie selbst an

Im ersten Schritt sollten Sie sich tagesaktuell über die aktuellen Nachrichten und Trends informieren, die für die deutsche Börse von Relevanz sind. Das geht am einfachsten online auf den einschlägigen Portalen mit Nachrichten rund um die deutsche Börse, den europäischen Aktienmarkt und internationale Entwicklungen. Dadurch und durch das Studium der Tageskurse haben Sie schnell einen Blick für die aufsteigenden und absteigenden Aktien. Nun richten Sie den Fokus auf jene Aktien, die derzeit im Wert fallen.

Finden Sie heraus, welche Gründe für den Kursabstieg verantwortlich sein könnten und prüfen Sie dabei deren langfristige Auswirkungen auf den Konzern. Ist abzusehen, dass es sich nur um ein kurzfristiges Tief handelt, kann der Kauf eines Aktienpakets sinnvoll sein. Sollten die Ursachen des Abstiegs jedoch tiefgreifende Auswirkungen auf die Entwicklung eines Konzerns haben, ist Vorsicht geboten. Wer trotzdem nicht auf diese Chance verzichten möchte, kann eine kleine Summe in Euro anlegen. Zwar fällt dann auch der mögliche Gewinn niedriger als beim Kauf eines großen Pakets aus, das Risiko ist jedoch geringer.

Wenn es um die deutsche Börse, die aktuellen Kurse der Aktien und Nachrichten über gute Anlageoptionen oder fallende Kurse geht, verstehen selbst Experten manchmal nur Bahnhof. Wer sich wirklich mit dem Aktienhandel auskennt und dabei regelmäßig Gewinne erzielt, wird nicht zu Unrecht als Meister seines Fachs bezeichnet. (#02)

Wenn es um die deutsche Börse, die aktuellen Kurse der Aktien und Nachrichten über gute Anlageoptionen oder fallende Kurse geht, verstehen selbst Experten manchmal nur Bahnhof. Wer sich wirklich mit dem Aktienhandel auskennt und dabei regelmäßig Gewinne erzielt, wird nicht zu Unrecht als Meister seines Fachs bezeichnet. (#02)

Deutsche Börse und europäischer Aktienmarkt aus Sicht des Experten Ian Scott

Ian Scott hat sich als Stratege der Investmentbank Lehman Brothers einen Namen gemacht und bewertet die aktuelle Aktienlage in Europa durchweg positiv. Grundlage seiner Bewertung ist es, den Unternehmenswert ins Verhältnis zum freien Cashflow zu setzen. Für Europa berechnet der Amerikaner einen Wert von 22 und damit eine Kennzahl, die seit mehr als 20 Jahren nicht mehr auf einem so niedrigen Stand war. Für Anleger kann das satte Gewinne bei den richtigen Investitionen bedeuten.

Im Vergleich zu den USA ist der Aktienmarkt in Europa daher deutlich lukrativer für Großanleger. Auch das könnte ein Grund dafür sein, dass sich der Experte Warren Buffett stark interessiert an den europäischen Börsen zeigt. Relevant hierbei ist auch der deutsche Aktienindex (DAX) und ein großer Vorteil ist die einheitliche Währung an beinahe allen europäischen Börsen, durch die einheitliche Währung Euro.


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Über Marius Beilhammer

Marius Beilhammer, Jahrgang 1969, studierte Journalismus in Bamberg. Er schreibt bereits viele Jahre für technische Fachmagazine, außerdem als freier Autor zu verschiedensten Markt- und Businessthemen. Als fränkische Frohnatur findet er bei seiner Arbeit stets die Balance zwischen Leichtigkeit und umfassendem Know-how durch seine ausgeprägte Affinität zur Technik.

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