Bei einer Entscheidung Kanadas für den Gripen E will Saab ein dauerhaftes Netzwerk aus Fertigung, Ausbildung und Unterstützung aufbauen. Die Zusammenarbeit mit CAE, IMP und Magellan Aerospace soll sicherstellen, dass zentrale Leistungen nicht nur beim Zulauf, sondern während der gesamten Nutzungsdauer im Land verfügbar sind. Neben der Endmontage und strukturellen Komponentenproduktion umfasst der Ansatz die Qualifizierung von Piloten und Technikern sowie die technische Flottenbetreuung. Saab stärkt kanadische Souveränität und Wertschöpfung.
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Nationale Wertschöpfung steht bei Kanadas möglicher Gripen-Beschaffung im Mittelpunkt
Saab beabsichtigt bei einem kanadischen Zuschlag für den Gripen E, die Voraussetzungen für einen national getragenen Betrieb des Systems zu schaffen. Das Netzwerk mit Partnern soll nicht auf die Auslieferung begrenzt bleiben, sondern Produktionsabläufe, Endmontage, Einsatzunterstützung, Wartung und Modernisierungen umfassen. Auf diese Weise soll in Kanada eine industrielle Basis entstehen, die den gesamten Lebensweg der Flugzeuge begleitet. Der Hersteller betont den Anspruch, Kompetenzen und Technologien dauerhaft im Land zu etablieren.
IMP erhält zentrale Rolle beim kanadischen Gripen-Betrieb und Instandhaltung
Die Teambildungsvereinbarung zwischen Saab und IMP beschreibt einen Industriebeitrag, der über die Lieferung einzelner Komponenten hinausgeht. Falls Kanada den Gripen E beschafft, soll IMP eine Endmontagelinie auf kanadischem Gebiet betreiben. Dort können Flugzeuge fertiggestellt werden. Zusätzlich umfasst die geplante Tätigkeit elektrische Baugruppen. IMP ist ebenso für ISS vorgesehen und würde die technische Begleitung der Flotte im Dienst sicherstellen. Die Kooperation stärkt lokale Fertigungs, Wartungs und Unterstützungsstrukturen für den operativen Einsatz.
Magellan übernimmt Fertigung moderner Strukturen für das Gripen-Programm Kanadas
Die mit Magellan Aerospace geplante Vereinbarung zielt darauf, zentrale Strukturarbeiten für den Gripen E in Kanada anzusiedeln. Das Spektrum reicht von fortschrittlichen Flugzeugstrukturen über Verbundbauteile bis zu strukturellen Unterbaugruppen. Für diese Aufgaben soll Magellan seine umfangreiche Erfahrung in der Entwicklung und Fertigung luftfahrttechnischer Komponenten nutzen. Erforderlich sind hochpräzise Prozesse, materialtechnisches Knowhow und eine konsequente Qualitätssicherung, damit die Bauteile den anspruchsvollen Anforderungen eines modernen Kampfflugzeugs entsprechen und dauerhaft einsatzfähig bleiben können.
CAE bringt Erfahrung für kanadische Gripen-Einsatzbereitschaft und Ausbildung ein
Saab plant, bei einer Auswahl des Gripen E auf die Ausbildungskompetenz und technische Erfahrung von CAE zurückzugreifen. Eine bereits geschlossene Absichtserklärung definiert die angestrebte Zusammenarbeit. CAE soll Jagdpiloten und Techniker für den Betrieb des Kampfflugzeugs qualifizieren und moderne Ausbildungsmittel einsetzen. Daneben umfasst der vorgesehene Beitrag die Missionssystemtechnik sowie Leistungen zur Unterstützung und Erhaltung. Die bestehende Verbindung zur Royal Canadian Air Force ergänzt die militärische Erfahrung des Unternehmens in diesem Bereich.
Industrie und Wissenschaft sollen Kanadas Verteidigungsautonomie langfristig gemeinsam ausbauen
Saab beabsichtigt, in Kanada ein System von Zuständigkeiten für ein kritisches Luftverteidigungsmittel zu etablieren. Dieses System soll den Streitkräften ermöglichen, die Plattform unabhängig einzusetzen und ihren technischen Zustand dauerhaft abzusichern. Auch Modernisierungen und Fähigkeiten für Anpassungen sollen vor Ort verfügbar sein. Nach Auffassung des Unternehmens erhöht dies die nationale Entscheidungsfreiheit. Ergänzend werden Kontakte zu Firmen, Hochschulen und Forschungseinrichtungen aufgebaut, um Kompetenzen zu bündeln und das verteidigungsindustrielle Umfeld zu erweitern.
IMP sieht Exportchancen bei Belieferung und Betreuung internationaler Gripen-Nutzer
IMP bewertet die mögliche Gripen-Beschaffung als Ausgangspunkt für eine internationale industrielle Rolle. Wenn kanadische Produktions- und Unterstützungsstrukturen eingerichtet werden, könnten sie auch Kunden außerhalb des Landes zur Verfügung stehen. Das würde eine breitere Nutzung der aufgebauten Kapazitäten ermöglichen und die Bindung an das globale Programm vertiefen. Saab verweist zusätzlich auf Beschäftigungseffekte und wachsende technische Expertise. Benötigt werden Fachkräfte für Präzisionsfertigung, Verbundtechnik, digitale Modellierung, Systemintegration und die nachhaltige Unterstützung militärischer Luftfahrzeuge.
Saabs Ansatz für Kanada sieht nicht nur industrielle Kompensation, sondern eine dauerhafte nationale Fähigkeit für das Kampfflugzeugsystem vor. Kanadische Unternehmen sollen an Herstellung, Integration, Ausbildung, Betrieb und Erhalt des Gripen E beteiligt sein. Dadurch blieben Fachwissen und technische Infrastruktur auch nach der Auslieferung im Land verfügbar. Die vorgesehenen Rollen von CAE, IMP und Magellan Aerospace decken zentrale Bereiche des Programms ab. Neben Unterstützung der Luftwaffe könnten daraus Liefermöglichkeiten für Gripen-Nutzer entstehen.

