Ungeachtet politischer Unwägbarkeiten vermeldete die TEAG Thüringer Energie AG für 2025 stabile Geschäftsergebnisse: Der Jahresüberschuss stieg moderat auf 79,6 Millionen Euro, während der Erlös aufgrund niedrigerer Energiepreise auf 2,8 Milliarden Euro fiel. Mit Investitionsausgaben in Höhe von 301 Millionen Euro wurde ein neuer Höchststand erzielt, hauptsächlich für die Stärkung von Strom- und Glasfasernetzen. Die kommunalen Aktionäre profitieren erneut von einer attraktiven Ausschüttung, und der Gasabsatz entwickelte sich erneut erheblich erfreulich.
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Ausstehende Energiegesetze beeinträchtigen TEAG-Planung und Krisensicherheit; Dekarbonisierung trotzdem gestärkt

TEAG bei Gewinn und Dividende 2025 erneut auf stabilem Niveau (Foto: TEAG Thüringer Energie AG)
Laut Stefan Reindl seien politische Unwägbarkeiten sowie der fehlende Abschluss zentraler Energiegesetze im Geschäftsjahr 2025 ursächlich für eingeschränkte Planungs- und Rechtssicherheit gewesen. Dennoch habe die TEAG umfassende Maßnahmen zur Reduktion von Treibhausgasen realisiert und eine beschleunigte Elektrifizierung vorangetrieben, die durch geopolitische Faktoren zusätzlich stimuliert wurde. Die Mitarbeiter hätten mit hoher fachlicher Kompetenz und großem Verantwortungsbewusstsein in dieser anspruchsvollen Situation durchweg exzellente Ergebnisse erzielt, aktuell und zur Stärkung der Zukunftsfähigkeit beitragen.
Schwächere Industrie und Eigenerzeugung mindern Energieverbrauch und Umsatzentwicklung 2025
Mit 2,8 Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2025 verzeichnete der Konzern einen Rückgang gegenüber den 3,2 Milliarden Euro des Vorjahres. Entscheidender Einflussfaktor hierfür war die Entspannung der Energiepreisspitzen, die zuvor deutlich höhere Margen ermöglicht hatten. Zudem wirkte sich die nachlassende industrielle Nachfrage infolge einer schwachen Konjunktur hemmend auf das Absatzvolumen aus. Der parallele Ausbau von Eigenerzeugungsanlagen führte zusätzlich zu einem verminderten Energiebezug von Drittanbietern. Kapazitätsanpassungen sollten zusätzlich operative Effizienz steigern.
Kommunale Aktionäre profitieren weiterhin von stabiler TEAG Dividendenzahlung 2025

TEAG bei Gewinn und Dividende 2025 erneut auf stabilem Niveau (Foto: TEAG Thüringer Energie AG)
Die TEAG Thüringer Energie AG erreichte 2025 einen Jahresüberschuss von 79,6 Millionen Euro gegenüber 76,1 Millionen Euro im Vorjahr. Der Aufsichtsrat empfiehlt, die Dividende pro Aktie auf dem bisherigen Höchstniveau zu belassen. Durch diese Entscheidung bleibt die Ausschüttungsrendite für kommunale Anteilseigner attraktiv und trägt zur regionalen Wertschöpfung in Thüringen bei. Gleichzeitig wird ein stabiler Kapitalfluss gesichert, der zukünftige Investitionen und nachhaltige Projekte im Versorgungsnetz fördert sowie langfristige Infrastrukturentwicklung, innovativen Maßnahmen.
Sparsamkeit und Eigenerzeugung drücken Stromabsatz, kalter Winter fördert Gasnachfrage
Im Verlauf des Jahres verringerte sich der Stromabsatz um sieben Prozent auf 7.741,6 GWh, nachdem die vorherige Abgabe noch 8.329,8 GWh betrug. Kunden reagierten mit verminderter Nutzung, während gleichzeitig Eigenerzeugungsanlagen weiter ausgebaut wurden und die Konjunktur keine Impulse lieferte. Parallel entwickelte sich der Erdgasabsatz entgegenläufig: Ein 11,2-prozentiges Wachstum führte den Verbrauch auf 7.358,4 GWh. Ausschlaggebend dafür waren eine deutlich kältere Witterung und eine verlängerte Heizperiode mit entsprechend gesteigerten regionalen Verbrauchskosten.
TEAG plant 2025 bis 2028 1,1 Milliarden Euro Investitionen
Im Berichtsjahr 2025 investierte das Unternehmen 301 Millionen Euro in seine Infrastruktur, knapp weniger als die 314 Millionen Euro des Vorjahrs, jedoch ein historisch hohes Investitionsniveau. Rund 55 Prozent der Mittel wurden gezielt in den Ausbau und die Modernisierung der Stromnetze und Glasfasernetze gesteckt. Für den Vierjahreszeitraum 2025 bis 2028 sind weitere 1,1 Milliarden Euro vorgesehen, die durch Eigenkapitalmaßnahmen und langfristige Darlehen weiterhin gesichert werden, um die Versorgungssicherheit zu erhöhen.
Großspeicher-Installationen 918 Anfragen mit 21 GW deutlich gewachsen 2025
Im Geschäftsjahr 2025 erreichte der Öko-Stromzufluss ins Netz der TEN Thüringer Energienetze GmbH neue Dimensionen: Rund 50.000 EEG-geförderte Anlagen speisten Grünstrom ein, 12.000 mehr als im Vorjahr. Die Gesamtzahl der eingegangenen Anschlussanträge belief sich auf 15.799 für erneuerbare Erzeuger und Speicher. Insbesondere der Ausbau von Großspeichern verzeichnete mit 918 Anträgen und 21 GW Leistung einen signifikanten Zuwachs gegenüber 230 Anträgen mit 9,4 GW sowie weiterhin einen deutlichen Nachfragezuwachs im Jahresvergleich.
TEAG beschafft Notstromaggregate und Reserve-Materialien zur Stärkung der Netzresilienz
Im Zuge wiederholter sicherheitsrelevanter Zwischenfälle seit 2021 verschärfte die TEAG ihr Sicherheitskonzept signifikant, insbesondere nach dem gezielten Angriff auf das Berliner Hochspannungsnetz, der das Krisenbewusstsein aller Beteiligten intensivierte. Infolgedessen wurden redundante Notstromaggregate bereitgestellt, strategische Reserve-Bauteile eingelagert und eine detaillierte Risikoanalyse der Netzarchitektur initiiert. Vorständer Reindl unterstreicht die Notwendigkeit nachhaltiger KRITIS-Zuschüsse und einer strikten Zutrittskontrolle zu sensiblen Datensätzen. Diese präventiven Maßnahmen dienen der Gewährleistung einer Versorgung und einem Schutz der Betriebsabläufe.
TEAG beobachtet Hormus-Blockade und profitiert von diversifizierter, regionaler Gasbeschaffung
Die Unterbrechung des Schiffsverkehrs durch die Straße von Hormus während des Iran-Konflikts reduzierte die global verfügbaren Gasmengen und löste an den Märkten starke Preisaufschläge von über achtzig Prozent aus. Obwohl die aktuellen Preissprünge nicht das Rekordniveau von 2022 erreichen, behält die TEAG die Situation genau im Blick. Dank einer vielfältigen Gasbeschaffung und dem Ausbau erneuerbarer Erzeugungsanlagen kann das Unternehmen die Versorgung dennoch stabilisieren und reduziert so potenzielle wirtschaftliche Risiken nachhaltig.
Bundesweite Kampagne liefert TEAG bereits erste Erfolge in Fachkräftegewinnung
Mitgliederzahl der TEAG-Mannschaft wuchs bis Ende 2025 um rund 200 auf jetzt 2.368 Beschäftigte an, um die geplanten Investitionen bis 2028 erfolgreich umzusetzen. Der Schwerpunkt der Stellenausschreibungen liegt auf gewerblich-technischem Personal, um die Infrastrukturerweiterung zuverlässig zu begleiten. Die breit angelegte landes- und bundesweite Kampagne zur Fachkräfteakquise erzielte unmittelbar erste Erfolge: Zahlreiche qualifizierte Bewerber zeigen Interesse und belegen die Schlagkraft der Marketingmaßnahmen zur Personalgewinnung und unterstreichen die strategische Personaloffensive des Unternehmens.
TEAG-Dividendenvorschlag sichert auch 2025 kontinuierliche regionale Wertschöpfung in Thüringen
Mit etwa 400 Mio. Euro kommunaler Wertschöpfung im Jahr 2025 trug die TEAG maßgeblich zur Finanzierung kommunaler Aufgaben in Thüringen bei. Die Erträge aus Gewerbesteuer, Konzessionsabgaben und Dividenden bilden eine belastbare Einnahmequelle. Durch die Beibehaltung der Dividende pro Aktie auf hohem Niveau wird den kommunalen Anteilseignern erneut eine planbare und termingerechte Ausschüttung im Sommer garantiert. Dies stärkt die regionale Wirtschaftskraft und die finanzielle Unabhängigkeit der Kommunen nachhaltig bei solider Ertragsbasis.
Im Verlauf des Jahres 2025 hat die TEAG ihre finanzielle Stabilität bestätigt, indem sie trotz rückläufiger Marktpreise für Energie einen leichten Anstieg des Jahresüberschusses erzielte und den Erdgasabsatz ausweitete. Gleichzeitig setzte das Unternehmen seine hochvolumigen Investitionen fort, insbesondere in den Ausbau der Strom- und Glasfasernetze sowie in erneuerbare Energieanlagen. Zusätzlich wurden umfassende Sicherheitsstrategien implementiert und eine Personaloffensive initiiert, um langfristig dauerhaft die Versorgungssicherheit zu gewährleisten und die Dekarbonisierung weiter voranzutreiben.

