Wärmekonzepte und Biomethanoptionen sichern regionale Wertschöpfung und Klimaschutz dauerhaft

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Betreiber Thüringer Biogasanlagen, deren EEG-Förderung in drei bis vier Jahren endet, können kostenfrei an einem Projekt der ThEGA teilnehmen. GICON soll im Verlauf von zwei Jahren rund fünfzig Anlagen analysieren und Konzepte für Flexibilisierung, Eigenstrom- und Wärmeversorgung sowie Biomethan-Nutzung entwickeln. Die Ergebnisse fassen die Experten in einem priorisierten Maßnahmenkatalog zusammen. Noch in diesem Jahr wird eine erste Musteranlage installiert, um die vorgeschlagenen Lösungen praktisch zu erproben und zu evaluieren.

Erste Musteranlage wird noch dieses Jahr praxisnah intensiv untersucht

In enger Abstimmung mit der Thüringer Energie- und GreenTech-Agentur erarbeitet GICON innerhalb von zwei Jahren Lösungen für circa fünfzig Biogasanlagen in Thüringen, die demnächst keine EEG-Förderung mehr beziehen. Noch dieses Jahr analysiert das Team eine Pilotanlage als Referenzfall. Ziel ist es, technische Optimierungsmaßnahmen, Flexibilisierungskonzepte sowie Eigenstrom-, Wärme- und Biomethanoptionen zu identifizieren. Anschließend werden priorisierte Handlungsempfehlungen mit fachlichen und ökonomischen Bewertungen erstellt, die Betreibern eine fundierte Entscheidungsgrundlage für zukunftsfähige Betriebsmodelle bieten.

Flexibilisierung der Stromerzeugung ermöglicht nachhaltigen ökonomischen Weiterbetrieb von Biogasanlagen

Thüringens landwirtschaftliche Biogasanlagen nähern sich dem Ablauf der nationalen, zwanzigjährigen EEG-Förderungsphase, wodurch unangepasste Anlagen in ihrer Existenz gefährdet sind. Sie bilden als unverzichtbare Bausteine des Klimaschutzes und regionaler Energieversorgung für Landkreise. Ohne rechtzeitige Modernisierungskonzepte zur Flexibilisierung, dezentralen Eigenstromversorgung, Wärmeintegration und Biomethanerzeugung drohen flächendeckende Stilllegungen. Um dies zu vermeiden, starten das Thüringer Umweltministerium und die ThEGA ein kostenfreies Beratungsangebot, das Betreiber bei technischen Nachrüstungen, betriebswirtschaftlichen Analysen, Fördermittelrecherchen und strategischen Marktzugängen begleitet.

Thüringer Gülleanteil und Biomethanbetrieb profitieren von kostenfreier EEG-Registrierung jetzt

Thüringer Betreiber von Biogasanlagen, deren 20-jährige EEG-Förderung innerhalb der nächsten drei bis vier Jahre endet, haben jetzt die Möglichkeit der kostenfreien Registrierung. Das zuständige Umweltministerium spricht sie persönlich an und versorgt sie mit allen Informationen zum kostenlosen Beratungspaket. Besonderer Schwerpunkt liegt auf Anlagen, die landwirtschaftliche Substrate, organische Abfälle oder Biomethan verwenden, da Thüringen den deutschlandweiten Spitzenwert beim Gülleanteil hält. Das Angebot unterstützt die frühzeitige Planung nachhaltiger Betriebsstrukturen mit individuellen Handlungsoptionen.

Teilnehmer der 63. Fachtagung erhalten praxisnahe Lösungsansätze von GICON-Experten

An der 63. Biogas-Fachtagung im November präsentierten zwei GICON-Ingenieure gemeinsam mit Betreibern Anforderungen der Politik und Verwaltung sowie innovative Konzepte zur Anlagenoptimierung. Kernthemen waren Betriebsflexibilität, Eigenstromgewinnung sowie Biomethan-Einspeisung. Jörg Hiecke, Fachbereichsleiter Bioenergie, unterstrich die Wichtigkeit umsetzbarer Strategien. Auf Basis der Erfahrungen aus zahlreichen Projektumsetzungen konnten nachhaltige Handlungsempfehlungen erstellt werden, die zugleich den Dialog mit Fachverband Biogas, Thüringer Bauernverband und Landesministerium weiter intensivieren. Kurzfristig und langfristig bieten Betreibern eine solide Entscheidungsgrundlage.

GICON-Phasenmodell: gründliche Vor-Ort-Erfassung, detaillierte Optionenbewertung und strukturierte digitale Dokumentationsausgabe

Die GICON-Beratung teilt sich in drei zentrale Schritte: Zunächst erfolgt eine umfassende, detaillierte Vor-Ort-Analyse, bei der technische Anlagenparameter, Substratbestände und Standortbedingungen erhoben werden. Im zweiten Schritt werden alle Optionen für den Weiterbetrieb geprüft – darunter EEG-Ausschreibungen, flexible Strom- und Wärmeerzeugung, Eigenstromverbrauch, Effizienzsteigerung und Einspeisung von Biomethan oder Stilllegung. Abschließend wird ein priorisierter, fundierter Maßnahmenplan erstellt und als anschauliche digitale Dokumentation an ThEGA sowie den Betreiber übergeben, um Investitionsentscheidungen zu untermauern.

Thüringer Umweltministerium bewertet Wettbewerbsfähigkeit Biogassparte mit aktuellen detaillierten Analysen

Durch die präzisen Bewertungen der Projektstudie erhält das Thüringer Umweltministerium belastbare Informationen zu den wirtschaftlichen Potenzialen und Risiken der Biogasbranche. Diese datengetriebenen Ergebnisse bilden für Geschäftsführer und Betreiber eine solide Basis, um zielgerichtete Modernisierungs- und Effizienzmaßnahmen umzusetzen. Gleichzeitig fördern sie die Entwicklung neuer Erlösquellen durch Biomethanvermarktung. Mit dieser umfassenden Datengrundlage bleibt Bioenergie im ländlichen Thüringen ein verlässlicher und wachstumsorientierter Bestandteil einer nachhaltigen Energieinfrastruktur.

Frühzeitige Beratung verhindert flächendeckende Stilllegungen Thüringer Biogasanlagen nach EEG-Förderungsende

Biogasanlagenbetreiber in Thüringen, deren Anlagen auf landwirtschaftlichen Substraten, Abfällen oder Biomethan basieren, können kostenfrei an einem Beratungsprogramm von ThEGA und GICON teilnehmen. Innerhalb von zwei Jahren analysieren die Experten Anlagenzustand, Substratverfügbarkeit und lokale Bedingungen, identifizieren Flexibilisierungsstrategien, Eigenstromanwendungen und Biomethan-Einspeisemöglichkeiten. Die dreiteilige Beratung liefert einen priorisierten Maßnahmenkatalog und eine digitale Dokumentation. Betreiber gewinnen damit eine solide Entscheidungsgrundlage für zukunftssichere Investitionen und fördern regionale Wertschöpfung, Klimaschutz sowie Energieunabhängigkeit, effiziente und nachhaltige Lösungsansätze.

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