Škoda Auto im Jahre 2009: Verkaufsrekord und positives Unternehmensergebnis trotz Krise

22.03.2010 | Wolsburg
Die Marke Škoda erreichte im vergangenen Jahr als einer der wenigen Automobilhersteller trotz der sehr schwierigen Bedingungen auf den Automobilmärkten einen Verkaufsrekord. Insgesamt wurden 684.226 Fahrzeuge an Kunden ausgeliefert, d.h. 1,4 % mehr als in 2008. Hinter den gestiegenen Auslieferungen steht vor allem das starke Wachstum des Automobilmarktes in China, wo 122.556 Fahrzeuge (+106,7 %) verkauft wurden.

Hinzu kommt der Verkaufsrekord auf dem deutschen Markt, wo Škoda Auto dank staatlicher Förderung in der Form der "Abwrackprämie" 162.328 Fahrzeuge (+44,3 %) verkaufen konnte.

Die meistverkauften Modellreihen waren der Octavia mit 273.590 Einheiten (+2,4 %) und der Fabia mit 264.173 Einheiten (+7,1 %). Der prozentual größte Verkaufszuwachs gegenüber dem Vorjahr wurde mit 73,7 % auf insgesamt 44.548 Einheiten bei der Modellreihe Superb verzeichnet. Großes Kaufinteresse weckte auch das erste Fahrzeug von Škoda im SUV-Segment - der Škoda Yeti. Seit der offiziellen Markteinführung des Yetis im September wurden bis zum Jahresende insgesamt 11.018 Fahrzeuge verkauft.

Die Wirtschaftsergebnisse des Teilkonzerns Škoda Auto wurden durch die anhaltende weltweite Wirtschaftskrise und sinkende Gesamtmärkte beeinflusst. Die Umsatzerlöse des Teilkonzerns erreichten 187,9 Mrd. Kè und reduzierten sich somit um 6,2 % gegenüber dem Vorjahr. Die Erlöse wurden aus dem Verkauf von Fahrzeugen (85,6 %), Originalteilen und Zubehör (8,1 %), Teilelieferungen in den Volkswagen-Konzern (4,6 %) und dem Vertrieb sonstiger Waren und Dienstleistungen (1,7 %) generiert. Das operative Ergebnis betrug 5,9 Mrd. Kè (-56,5 %) und der Gewinn vor Steuern belief sich auf 4,7 Mrd. Kè (-64,8 %).

Betrachtet man den für das Operative Ergebnis relevanten Absatz (d.h. ohne Auslieferungen an Kunden in China), so ging dieser gegenüber dem Vorjahr um 74 Tsd. Fahrzeuge oder 11,8 % zurück. Der Rückgang der wichtigsten Finanzkennzahlen wurde neben dem rückläufigen Absatz auch durch einen höheren Anteil kleinerer, ergebnisschwächerer Fahrzeuge, und Maßnahmen zur Verkaufsförderung verursacht. Trotz des Rückgangs der Wirtschaftsergebnisse ist es dem Teilkonzern gelungen, einen Zuwachs des "Cash-flows aus dem laufenden Geschäft" um mehr als 100 % zu erreichen. Die Nettoliquidität verzeichnete einen markanten Zuwachs und stieg im Vergleich zu 2008 um 52,4 % auf 29,6 Mrd. Kè. Die Bilanzinvestitionen des Teilkonzerns beliefen sich auf 11,7 Mrd. Kè (-19,5 %). Der Schwerpunkt der Investitionstätigkeit lag auf den Produktinvestitionen (Škoda Yeti und Škoda Superb Combi).

Škoda Auto blieb auch im Jahre 2009 der bedeutendste Exporteur der Tschechischen Republik mit rund 7% Anteil am gesamten Export des Landes.

"Wie erwartet gestaltete sich das Jahr 2009 für Škoda Auto noch schwieriger als das bereits problematische Jahr 2008. Ungünstige Bedingungen auf den Automobilmärkten, erhöhter Konkurrenz- und Preisdruck vor allem in Osteuropa und der Rückgang der für uns relevanten Gesamtmärkte hatten einen bedeutenden Einfluss auf das Wirtschaftsergebnis. Eine Belastung stellte für uns wieder die hohe Volatilität der tschechischen Krone dar. Dank der konsequenten Kostendisziplin und des Sparprogramms "Scout" zur Verbesserung des Wirtschaftsergebnisses sind wir deutlich in der Gewinnzone geblieben. Durch die Erreichung des hohen Liquiditätsniveaus ist es uns gelungen die finanzielle Stärke und Stabilität aufrecht zu erhalten, " sagt Holger Kintscher, Vorstandsmitglied von Škoda Auto für den Kaufmännischen Bereich.

"Die Marke Skoda hat auch im Krisenjahr 2009 ein gutes Ergebnis erreichen können. Durch die Verkaufserfolge in Deutschland und China ist es uns gelungen, erneut einen Verkaufsrekord zu erzielen. Bereits jetzt zahlt sich das frühzeitige Engagement von Skoda in den Wachstumsregionen aus. Mit dem Start der kompletten Fahrzeugproduktion im russischen Kaluga und im indischen Pune haben wir unsere Auslandsaktivitäten in 2009 nochmals ausgebaut. Unser Produktprogramm haben wir mit dem Skoda Yeti, dem Skoda Superb Combi und dem Skoda Octavia Greenline bzw. LPG noch einmal gezielt gestärkt. Zu Beginn des Jahres 2010 haben wir nun unsere Kompaktklasse mit Fabia und Roomster komplett erneuert. Wir reagieren damit auf die verstärkte Nachfrage nach kompakten und verbrauchsarmen Fahrzeugen. Neu im Programm der Kompaktklasse sind die Modelle Fabia RS, Fabia RS Combi und Fabia Scout. Skoda verfügt nun über ein sehr modernes und attraktives Produktprogramm. Vor diesem Hintergrund sehen wir der Zukunft und dem weiteren Verlauf des Jahres 2010 positiv entgegen." fasst Reinhard Jung die aktuelle Entwicklung der Marke Skoda zusammen.

Quelle: Pressemeldung VOLKSWAGEN AG

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