Zweistelliges Wachstum im Neugeschäft

26.03.2003 | Köln
Bausparen hat sich als solide und sichere Anlageform - trotz angespannter konjunktureller Lage, einem anhaltend niedrigen Zinsniveau und einem schleppenden Immobilienmarkt - im Jahr 2002 bestätigt und positiv entwickelt. So konnte auch die Deutsche Bausparkasse Badenia AG im abgelaufenen Jahr erfreuliche Zuwachsraten im Neugeschäft erzielen.

Wie der Vorstandsvorsitzende, Dietrich Schroeder, heute in Karlsruhe mitteilte, überstieg das eingelöste Neugeschäft mit einer Bausparsumme in Höhe von 3,38 Milliarden € (Vj: 3,04) das Vorjahresergebnis um 11,1 Prozent. Nach der Stückzahl war sogar eine Steigerung von 13,3 Prozent zu verzeichnen; insgesamt wurden 196.778 Verträge (Vj: 173.646) eingelöst.

Auch das beantragte Neugeschäft überstieg mit 4,02 Milliarden € Bausparsumme (Vj: 3,92) das Vorjahresergebnis um 2,6 Prozent; insgesamt konnten 220.955 Verträge (Vj: 210.267) neu abgeschlossen und damit eine Steigerung um 5,1 Prozent erzielt werden.

Mit diesen - über der Branche liegenden - Ergebnissen konnte die Badenia ihren Anteil am Gesamtmarkt aller Bausparkassen beim eingelösten Neugeschäft nach der Vertragszahl von 4,7 Prozent auf 5,1 Prozent und nach Bausparsumme von 4,0 Prozent auf 4,2 Prozent weiter ausbauen und ihre Marktposition als viertgrößte private Bausparkasse behaupten.

Die Deutsche Vermögensberatung AG (DVAG) als größter und wichtigster Vertriebspartner hat wiederum maßgeblich zum Neugeschäftsergebnis beigetragen. Im eingelösten Neugeschäft konnte mit 1,48 Milliarden € Bausparsumme eine Steigerung um 31,9 Prozent verzeichnet werden. Damit konnte die DVAG ihren Anteil am gesamten eingelösten Neugeschäft auf 43 Prozent steigern.

In der Stammorganisation konnte mit den 400 eigenen Außendienstmitarbeiterinnen und -mitarbeitern ein eingelöstes Neugeschäft in Höhe von 558 Millionen € Bausparsumme erzielt werden. Dies entspricht einem Zuwachs von 7,1 Prozent und einem Anteil am Gesamtumsatz von 16,5 Prozent.

Die der AMB Generali Holding AG angehörenden Konzerngesellschaften Volksfürsorge Versicherungen, Aachener und Münchener Versicherungen, Thuringia Generali Versicherungen, Central Krankenversicherung und CosmosDirekt haben im Geschäftsjahr 2002 ansehnliche Steigerungsraten in der Vermittlung von Bausparverträgen und Wohnbaufinanzierungen realisiert. Mit 372 Millionen € Bausparsumme im eingelösten Neugeschäft konnten insgesamt 11 Prozent des Gesamtumsatzes erzielt werden.

Die Bausparproduktion im eingelösten Neugeschäft der Commerzbank und der gemeinsamen Vertriebsgesellschaft "CommerzPartner GmbH" im Jahr 2002 konnte mit einem Zuwachs von 11 Prozent auf 340 Millionen € Bausparsumme erfolgreich gesteigert werden. Der Anteil am Gesamtgeschäft erreichte damit erstmalig die 10-Prozent-Marke.

Diese Vertriebsergebnisse belegen die nach wie vor hohe Attraktivität des Bausparens und die erfolgreiche Besetzung des im Jahr 2001 neu eingeführten Geschäftsfelds der Badenia Wohnvorsorge", in dem innovative Produkte "rund um das Wohnen" angeboten werden.

Sonstige Geschäftsergebnisse 2002

Nach den Rekordzuteilungen in 2001, die durch die Umstellung auf jährlich zwölf Bewertungsstichtage ausgelöst worden waren, bewegten sich die Zuteilungsangebote mit 112.390 Verträgen (Vj: 146.749) und einer Bausparsumme von 1,72 Milliarden € (Vj: 2,17) ungefähr auf dem Niveau des Jahres 2000. Bei 97.722 Verträgen (Vj: 130.573) wurde die Zuteilung angenommen, so dass 1,51 Milliarden € (Vj: 1,92) kollektive Mittel dem Wohnungsbau zur Verfügung gestellt werden konnte.

Am Ende des Geschäftsjahres konnten wir einen Vertragsbestand von 1.731.751 Verträgen mit einer Bausparsumme von 30,39 Milliarden € vorweisen. Dies ergibt gegenüber dem Vorjahr einen leichten Rückgang um 1,3 Prozent in der Stückzahl (Vj: 1.754.438) und 0,7 Prozent beim Vertragsvolumen (Vj: 30,62).

Im Jahresverlauf 2002 konnte auch eine deutliche Zunahme der Sparneigung festgestellt werden. So nahmen die Sparbeträge um 4,9 Prozent auf 867 Millionen € (Vj: 827) und die Tilgungsbeträge um 6,6 Prozent auf 457 Millionen € (Vj: 429) zu.

Die Bilanzsumme ging per 31.12.2002 geringfügig um 1,8 Prozent von 5,04 Milliarden € auf 4,95 Milliarden € zurück.

Die Bauspareinlagen wuchsen im Geschäftsjahr 2002 um 1,5 Prozent von 3,73 Milliarden € auf 3,79 Milliarden € an; der kollektive Darlehensbestand stieg um 1,9 Prozent auf 2,25 Milliarden € (Vj: 2,20).

Der Anlagegrad, d.h. das Verhältnis zwischen Bauspardarlehen und Bauspareinlagen blieb mit 59,3 Prozent gegenüber dem Vorjahr konstant.

Das haftende Eigenkapital erreichte zum Bilanzstichtag 31.12.2002 eine Höhe von 272,7 Millionen € (Vj: 250,1).

Der Zinsüberschuss erreichte im abgelaufenen Geschäftsjahr 111,4 Millionen € (Vj: 132,2; - 15,7 Prozent). Der Rückgang um 20,8 Millionen € gegenüber dem Vorjahr ist überwiegend auf den Rückgang der Marktzinsen sowie auf Sondereffekte im Vorjahr bei den Investmentfonds sowie den Beteiligungen zurückzuführen.

Der Provisionsüberschuss reduzierte sich gegenüber dem Vorjahr um 30,2 Prozent von 15,6 Millionen € auf 10,9 Millionen €. Im Wesentlichen ist dies auf eine Steigerung des Provisionsaufwandes und auf das erhöhte Neugeschäft zurückzuführen.

Der Verwaltungsaufwand stieg gegenüber dem Vorjahr geringfügig um 1,7 Millionen € (+ 1,7 Prozent) von 99,9 Millionen € auf 101,6 Millionen € an.

Ausblick 2003

Neugeschäft

Die wirtschaftlich trüben Aussichten in den nächsten Monaten haben bei vielen potentiellen Bauherren und Käufern eine Zurückstellung geplanter Investitionen bewirkt. Mit weiteren Zinssenkungen wird im Jahresverlauf gerechnet; der Trend zu abnehmender Konsumneigung und zunehmender Sparneigung wird sich fortsetzen, ebenso die Rückkehr zu sicheren Sparformen.

Dieser Trend hat sich bei der Badenia auch in den ersten zwei Monaten des Jahres 2003 bei den Neugeschäftsergebnissen gezeigt. Mit einem eingelösten Neugeschäft von 584 Millionen € konnte eine Steigerung von 15,3 Prozent und nach der Vertragszahl mit 34.269 Verträgen eine Steigerung von 16,7 Prozent gegenüber dem Vorjahr erzielt werden. Vor diesem Hintergrund rechnet die Badenia auch in 2003 mit einer Ausweitung des Neugeschäfts, nicht zuletzt durch die Vertriebsstärke der Außendienstmitarbeiter und Partnergesellschaften sowie Produktinnovationen im Rahmen des Geschäftsfeldes der Wohnvorsorge.

Neues Tarif-Programm Via Badenia

Unter Berücksichtigung der seit Jahren anhaltenden Niedrigzinsphase hat die Badenia ein neues Tarif-Programm entwickelt und wird es ab dem 1. April im Markt einführen. Via Badenia bietet Kunden marktgerechte Spar- und Darlehenskonditionen, innovative Varianten und Flexibilität bei der Realisierung der Wohnwünsche. Mit der Einführung des neuen Tarif-Programms, das alle bisherigen Tarife ersetzen wird, hat die Badenia rechtzeitig auf die aktuellen Markterfordernisse und die niedrige Zinslandschaft reagiert.

Innovationspreis

Zusammen mit dem Bundesministerium für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen, Aufbau Ost (BM Bau) sowie dem Bund Deutscher Architekten (BDA) wurde in 2002/2003 ein Innovationspreis Badenia Wohnvorsorge" bundesweit ausgeschrieben. Ziel des mit 20.000 Euro dotierten Preises ist es, einer breiten Öffentlichkeit innovative Lösungen aus den Bereichen "Bauen/Wohnen/Modernisieren" aufzuzeigen und das Geschäftsfeld Wohnvorsorge nachhaltig zu besetzen. Die von einer Fachjury auszuzeichnenden innovativen Lösungen/Objekte werden im Sommer 2003 zusammen mit dem BM Bau und dem BDA präsentiert.

Unternehmenslage

Trotz der guten Vertriebsergebnisse sieht sich die Badenia - wie zur Zeit alle Kreditinstitute am Markt - einem erhöhten Kostendruck ausgesetzt. Im Rahmen eines konsequenten Kostenmanagements und einer wertorientierten Unternehmensführung werden daher verstärkt die Kerngeschäftsprozesse einer kritischen Überprüfung unterzogen. Tiefgreifende Restrukturierungsmaßnahmen sind bereits eingeleitet worden mit dem Ziel, Abläufe und Prozesse zu optimieren und den Verwaltungsaufwand künftig zu reduzieren. Diese Maßnahmen - die u.a. auch einen Personalabbau von zunächst rund 200 Mitarbeitern (von insgesamt durchschnittlich 897 im Innendienst) vorsehen - sollen vor allem die Marktposition und Wettbewerbsfähigkeit der nächsten Jahre sichern.

Quelle: Pressemeldung Generali Deutschland Holding AG

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