Studie von HWWI und Börse Hamburg: Norddeutsche Handelsplätze mit großem Zukunftspotenzial
Die Börse Hamburg wird auch künftig auf das traditionelle Wertpapiergeschäft setzen und gleichzeitig den Ausbau von Handelsplattformen für Spezialprodukte vorantreiben.
Dies bekräftigte Dr. Friedhelm Steinberg, Präsident der Hanseatischen Wertpapierbörse Hamburg, bei der Präsentation der Studie „Von der regionalen zur funktionalen Börse“. Diese ist in Kooperation mit dem Hamburgischen WeltWirtschaftsInstitut (HWWI) entstanden und beschreibt anlässlich des 450. Jubiläums der Hamburger Börse bereits etablierte Innovationen sowie künftige Entwicklungen im Wertpapierhandel. Das HWWI analysiert in seinem Teil der Studie mögliche Zukunftsfelder für die Wertpapierbörsen Hamburg und Hannover. „Das Erschließen neuer Anlageklassen für die Marktteilnehmer ist eine über Jahrhunderte eingeübte Fähigkeit. Diese Innovationsfähigkeit zeichnet unsere Börse aus. So waren wir schon immer Vorreiter und haben den Markt stets mit neuen Ideen belebt“, so Dr. Steinberg. Beispiele sind die Einführung des börslichen Fondshandels in Deutschland oder der erfolgreiche Aufbau der Fondsbörse Deutschland als Plattform für den Handel geschlossener Fonds. Im September 2008 startete die Policenbörse Deutschland für den Handel mit Lebensversicherungen. Ein weiterer Wettbewerbsfaktor ist die Verbindung mit der Börse Hannover unter dem Dach der gemeinsamen Trägergesellschaft Börsen AG. „Durch die Bündelung unserer Kompetenzen sowie das Aufgreifen neuer Trends sind die Börsen Hamburg und Hannover für die Zukunft gut gerüstet, trotz Finanzkrise und wachsendem Wettbewerb eine gewichtige Rolle unter Deutschlands Börsenplätzen zu spielen“, sagte Prof. Dr. Hans Heinrich Peters, Vorstand der Börsen AG, der Trägergesellschaft der Börsen Hamburg und Hannover. Das HWWI analysiert in der Studie, welche realwirtschaftlichen Veränderungen die Grundlage für neue Finanzprodukte sein können – und welche Entwicklungschancen sich daraus für die Börsen Hamburg und Hannover ergeben. Erstes 2 zentrales Zukunftsfeld ist der demografische Wandel, der sich stark auf die Immobilienwirtschaft auswirkt. „Die Börsen AG hat bereits innovative Produkte entwickelt, mit denen vonseiten der Finanzmärkte die Flexibilität der Wohnungsmärkte vergrößert wird. Die Fondsbörse Deutschland bietet hierfür Potenzial“, sagte Prof. Dr. Thomas Straubhaar, Direktor und Geschäftsführer des HWWI. Auf die Globalisierung des Handels und das Wachstum bei entsprechenden Finanzprodukten haben die Börsen Hamburg und Hannover mit einem maritimen Informationsportal reagiert. Auch im Zusammenhang mit dem Wandel zu einer nachhaltigen Energieversorgung leisten die Handelsplatzbetreiber einen Beitrag: Um die Finanzierung nachhaltiger Investments transparent zu machen, hat die Börse Hannover den Global Challenges Index entwickelt.
Quelle: Pressemeldung BÖAG BÖRSEN AG
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