Siemens Business Services startet mit MedicAlert Pilotprojekt für medizinische Notfälle

23.10.2006 | München
Um die Notfall-Versorgung von Patienten zu verbessern, erprobt Siemens Business Services mit MedicAlert in den USA den Einsatz von RFID. Die ersten 3.500 von insgesamt vier Millionen Mitglieder von MedicAlert tragen in Kürze eine Plastikkarte mit RFID-Chip bei sich, die im Notfall eine rasche Identifikation erlaubt.

Rettungskräfte können im Notfall online und autorisiert mit einem PDA in Sekunden auf Patientendaten zugreifen - und bei der Einlieferung ins Krankenhaus wird automatisch ein gesicherter Zugang zur umfangreichen Patienten-Datenbank von MedicAlert aufgebaut: Dadurch stehen dem Krankenhauspersonal sofort umfangreiche Informationen für die Versorgung des Patienten zur Verfügung.

Im Ernstfall können Informationen Leben retten. Ambulanz und Ärzte müssen vor der Behandlung eines Patienten nicht nur seine akuten Beschwerden kennen, sondern auch welche Krankenvorgeschichte er hat, ob er allergisch auf bestimmte Medikamente reagiert, wer die sonstigen behandelnden Ärzte und engsten Angehörigen sind. Die vier Millionen Mitglieder der gemeinnützigen Organisation MedicAlert tragen darum bereits heute eine Halskette mit Metall-Anhänger, auf dem die wichtigsten medizinischen Daten und die Identität des Besitzers eingraviert sind.

Um noch schneller an die Informationen zu kommen und Abläufe zu automatisieren, erprobt Siemens Business Services jetzt mit MedicAlert den Einsatz von RFID: Mitglieder von MedicAlert in den USA erhalten künftig eine Kunststoffkarte mit integriertem RFID-Chip. Im Notfall halten die Rettungskräfte einen PDA mit RFID-Lesegerät von außen an die Taschen des Patienten, und der RFID-Chip sendet auch durch Kleidung oder Geldbörse hindurch die relevanten Daten für die Identifikation und sichere Erstversorgung.

Liefern die Retter den Patienten ins Hospital ein, passiert er zwei am Eingang der Notaufnahme installierte RFID-Lesegeräte. Erkennen sie seine RFID-Karte, stellen sie automatisch eine Verbindung her zur Datenbank von MedicAlert. Das behandelnde Personal hat so blitzschnell die detaillierte medizinische Vorgeschichte des Patienten im Behandlungsraum zur Verfügung.

In einem ersten Test wurde Ende 2005 die Technik erprobt. In Kürze beginnt die zweite Phase mit 3.500 Patienten und einem Krankenhaus, das derzeit ausgewählt wird. Siemens Business Services hat die gesamte Lösung zusammen mit MedicAlert konzipiert und realisiert.

MedicAlert hat zum Ziel, Leben zu retten. MedicAlert ist eine der weltweit größten gemeinnützigen Organisation mit Sitz in den USA und mit rund vier Millionen Mitgliedern in zehn Ländern: Australien, Großbritannien, Island, Kanada, Malaysia, Neuseeland, Südafrika, USA, Zimbabwe und Zypern. Mehr Informationen unter http://www.medicalert.org

Quelle: Pressemeldung Siemens AG

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