Prämieneinnahmen überschreiten die Zwei-Milliarden-Mark-Grenze

29.03.2000 | Köln
Versicherungsbestand in der Vollversicherung um 8% gewachsen - Kapitalanlagenbestand um 15% vergrößert - Alterungsrückstellung um 19% erhöht. Die CENTRAL KRANKENVERSICHERUNG AG blickt auf ein zufriedenstellendes Geschäftsjahr 1999 und auf einen guten Start in das Jahr 2000 zurück. Das Unternehmen konnte seine Wachstumsentwicklung im vergangenen Geschäftsjahr fortsetzen und bei den Prämieneinnahmen die Zwei-Milliarden-Marke überschreiten.

In ihrem wichtigsten Geschäftsfeld, der Krankheitskosten-Vollversicherung, realisierte die Gesellschaft ein Bestandswachstum von über 8%. Die Prämieneinnahmen der CENTRAL wurden um 50 Mio. DM auf 2.020 Mio. DM erhöht. Die im Vergleich zu 1998 moderate Steigerung von 2,5% ist vor allem auf die deutlichen Prämiensenkungen zurückzuführen, die Anfang 1999 in der Krankentagegeld- und in der Pflegepflichtversicherung vorgenommen wurden. Diese Senkungen betrugen bis zu 17% je Versicherten. Zum anderen wirkt sich hier die Tatsache aus, dass das Neugeschäft sich in der ersten Jahreshälfte 1999 zunächst sehr gedämpft entwickelte. Erst zur Jahresmitte hin zog die Produktion wieder auf das hohe Niveau des Vorjahres an. Einschließlich der Einmalbeiträge aus der Rückstellung für Beitragsrückerstattung wuchsen die Prämieneinnahmen von 2.143 Mio. DM auf 2.260 Mio. DM. Das entspricht einem Wachstum von 5,5%.

Guter Start ins Jahr 2000

Die lebhafte Produktionsentwicklung des zweiten Halbjahres konnte in den ersten Monaten des laufenden Geschäftsjahres fortgesetzt werden. Die Neugeschäftsergebnisse bis Ende Februar konnten gegenüber denen des Vorjahreszeitraums um über 17% gesteigert werden. In diesem Wert nicht berücksichtigt ist der gesetzlich vorgeschriebene Beitragszuschlag, der seit Anfang dieses Jahres in der Vollversicherung zu erheben ist. Durch diese Produktionsergebnisse konnte der Versicherungsbestand bereits bis Ende Februar gegenüber dem Endbestand des Vorjahres um 3% auf einen Monatssollbeitrag von über 175 Mio. DM erhöht werden.

Deutsche Vermögensberatung wichtigster Vertriebspartner

Das Produktionsergebnis der CENTRAL wurde auch 1999 ungefähr je zur Hälfte von den Konzernorganisationen und der CENTRAL-Organisation erbracht. Die stärksten Produktionssteigerungen konnten 1999 von der hauptberuflichen Organisation der CENTRAL, von der Thuringia und von der Deutschen Vermögensberatung erzielt werden. Die vom absoluten Umfang her stärkste Produktionssteigerung realisierte die Deutsche Vermögensberatung, deren Anteil am gesamten Neugeschäft rund 39% betrug und die damit weiterhin der mit Abstand wichtigste Vertriebspartner der CENTRAL bleibt.

Gesamtleistungen für die Versicherten stark angewachsen

Die Leistungen für Versicherungsfälle stiegen 1999 um über 5% auf 1.230 Mio. DM. Dieser Anstieg ist vor allem auf die Entwicklung der Leistungen für ambulante und für zahnärztliche Behandlung zurückzuführen. Die Steigerungsraten betrugen in diesen Bereichen 11% bzw. 7%. Demgegenüber verlief die Kostenentwicklung im stationären Bereich mit 3% vergleichsweise moderat. Die Gesamtleistungen an die Versicherten, die außer den Aufwendungen für Versicherungsleistungen die Zuführungen zu den versicherungstechnischen Rückstellungen enthalten, betrugen im Berichtsjahr 1.935 Mio. DM (Vorjahr: 1.891 Mio. DM).

Erträge aus Kapitalanlagen um 13% erhöht

Der Bestand an Kapitalanlagen wurde 1999 um 15,5% auf 5.505 Mio. DM (4.766 Mio. DM) erhöht. Die Gesamterträge aus Kapitalanlagen konnten um 13% auf 437 Mio. DM (386 Mio. DM) gesteigert werden. Die ordentlichen Erträge stiegen um 9% auf 314 Mio. DM, während die außerordentlichen Erträge um 8% auf 105 Mio. DM wuchsen. Trotz der anhaltend niedrigen Kapitalmarktzinsen konnte die CENTRAL 1999 eine Nettoverzinsung von 7,26% (7,62%) realisieren.

Rückstellung für erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung deutlich erhöht

Der Rückstellung für erfolgsabhängige Beitragsrückerstattung wurden im Berichtsjahr 169 Mio. DM (214 Mio. DM) zugeführt. Dieser Zuführung stand eine Entnahme von 124 Mio. DM (141 Mio. DM) gegenüber, die vollständig zur Limitierung von Prämienanpassungen verwendet wurde. Daraus resultierte eine Erhöhung um über 11% auf 439 Mio. DM. Die Rückstellung für erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung wurde im Rahmen der gesetzlichen Überzinsverwendung mit einem Betrag in Höhe von 35 Mio. DM (30 Mio. DM) dotiert. Gegenüber dem Vorjahreswert entspricht dies einer Steigerung des Zuführungsbetrags von 17%. Entnommen wurden 27 Mio. DM (29 Mio. DM), so dass für die Überzinsverwendung in dieser Rückstellung zum Bilanzstichtag 57 Mio. DM (49 Mio. DM) reserviert waren. Das entspricht einer Steigerung von über 16%. Insgesamt, d.h. einschließlich der Direktzuführungen zur Deckungsrückstellung, wurden im Rahmen der Überzinsverwendung 70 Mio. DM (59 Mio. DM) reserviert.

Überschussverwendung in der Pflegepflichtversicherung

Der Rückstellung für erfolgsunabhängige Beitragsrückerstattung, die in der privaten Pflegepflichtversicherung (PPV) gebildet wird, wurden im Berichtsjahr 39 Mio. DM (58 Mio. DM) zugeführt. Die Entnahme in Höhe von 88 Mio. DM (0,00 DM) wurde in Form von Einmalbeiträgen eingesetzt, um insbesondere die PPV-Prämien der älteren Versicherten zu senken. Durch diese Prämiensenkung konnte die Umlage reduziert werden, die bei den jüngeren Versicherten erhoben werden muss, um die gesetzlich begrenzten Höchstbeiträge der älteren Versicherten zu finanzieren. Dadurch war es möglich, die PPV-Prämien der jüngeren Altersgruppen deutlich zu senken. Infolge der Entnahme im Bereich der PPV wuchs die Rückstellung für Beitragsrückerstattung insgesamt von 592 Mio. DM auf 595 Mio. DM.

Alterungsrückstellung auf 4,6 Mrd. DM erhöht

Die Zuführung zur Alterungsrückstellung stieg im Berichtsjahr um über 19% auf 686 Mio. DM. Die Einmalbeiträge, die zur Finanzierung von Prämienanpassungen verwendet wurden, konnten um 39% auf 240 Mio. DM gesteigert werden. Insgesamt war in der Alterungsrückstellung zum Ende des Geschäftsjahres mit 4.251 Mio. DM ein nahezu um ein Fünftel höherer Betrag eingestellt als zum Bilanzstichtag des Vorjahres. Die Relation der Alterungsrückstellung zu den Prämieneinnahmen wurde infolgedessen deutlich von 180% auf 210% erhöht.

Wiederaufnahme und Ausweitung der Beitragsrückerstattung

In den vergangenen beiden Jahren konnte die CENTRAL die für die Überschussverwendung zugunsten der Versicherten reservierten Mittel nahezu verdoppeln. Diese Entwicklung erlaubte es ihr, für das Berichtsjahr zusätzlich zur Überschussverwendung in Form von Einmalbeiträgen zur Begrenzung von Prämienerhöhungen wieder die Beitragsrückerstattung an leistungsfreie Versicherte (BRE) aufzunehmen. Für das Jahr 2000 wird die CENTRAL die BRE fortsetzen und erhöhen. Der Schwerpunkt der Überschussverwendung liegt weiterhin auf der Begrenzung von erforderlichen Prämienanpassungen.

Bilanzgewinn und Gewinnverwendung

Das Geschäftsjahr 1999 schließt mit einem Jahresüberschuss von 54 Mio. DM (48 Mio. DM) ab. Nach Entnahme von 98,28 Mio. DM aus den anderen Gewinnrücklagen ergibt sich ein Bilanzgewinn von 152,28 Mio. DM (27,72 Mio. DM). Darin enthalten ist ein Gewinnvortrag in Höhe von 119,02 Mio. DM. Die Hauptversammlung hat folgende Verwendung des Bilanzgewinns beschlossen: 15 DM Dividende je gewinnberechtigte Stückaktie sowie 15 DM Bonus je gewinnberechtigte Stückaktie.

Quelle: Pressemeldung Generali Deutschland Holding AG

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