Pingpong-Börsen

01.10.2010 | München
Wie bereits in den vorangegangenen Wochen gab es auch im letzten Monat an den Märkten ein Wechselspiel zwischen Bären und Bullen. Wie beim Pingpong spielten sie sich gegenseitig die Bälle zu. In der Folge bewegten sich die weltweiten Aktienmärkte bereits seit Mitte Mai diesen Jahres in einem engen Seitwärtskorridor, wodurch die Volatilitäten der Aktienindizes ein neues Jahrestief erreichten.

Und dieser Korridor scheint aktuell von beiden Seiten einzementiert zu sein.

Nach oben hin sind es immer wieder die Bären, die mit zuletzt schwachen US- Konjunkturdaten und den damit verbundenen Sorgen vor einer möglichen zweiten Rezession in den USA das Spiel der Bullen kontern.

Und nach unten hin sind es wiederum die Bullen, die dank guter Unternehmensdaten und moderaten Bewertungen - verbunden mit attraktiven Dividendenrenditen - verlorenes Terrain in regelmäßigen Abständen wieder gutmachen können.

Das Wechselspiel zwischen tendenziell schwachen Makro-(Konjunktur-)Daten und guten Mikro-(Unternehmens-)Daten dürfte wohl auch die nächsten Wochen seine Fortsetzung finden. Zum einen dürften die strukturellen Schwächen vieler Industriestaaten (u. a. hohe Verschuldungsgrade sowie hohe Arbeitslosigkeit) das Wachstum dort dämpfen, sodass sich die derzeit vorherrschende Konjunkturskepsis vermutlich nicht so schnell legen wird. Und zum anderen sollte sich die Wachstumskraft der Schwellenländer in den Umsatzzahlen der exportorientierten Unternehmen widerspiegeln. Mit Blick auf die niedrigen Erwartungen der Analysten könnte die anstehende Berichtssaison für das dritte Quartal daher vereinzelt positive Akzente setzen.

In der Summe ein Spiel, welches auch zwischen Aktien- und Rentenmärkten zu beobachten ist. Kapitalumschichtungen in den vermeintlich sicheren Rentenmarkt führen am Aktienmarkt tendenziell zu niedrigeren Umsätzen bzw. Kursen und vice versa. Die Folge: eine unverändert stark negative Korrelation der beiden Assetklassen von bis zu -0,8.

Gewinner im Spiel der Märkte sollten die Anleger sein, die zum einen ihre Portfolios aktiv managen (lassen), um kurzfristige Kursschwankungen zu nutzen, und zum anderen ihre Anlagen breit streuen, um sowohl an verschiedensten Risikoprämien zu verdienen als auch ihre Depotrisiken zu reduzieren.

Diese Aussagen stehen, wie immer, unter unserem Vorbehalt bei Zukunftsaussagen, der Ihnen oben rechts zur Verfügung gestellt wird

Quelle: Pressemeldung Allianz

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