Philips entwickelt sich 2008 in Deutschland besser als der Markt

21.04.2009 | Hamburg
Spartenübergreifende Projekte gewinnen an Bedeutung

Die Philips Deutschland GmbH zeigt für das Jahr 2008 bei den unterschiedlichen Aktivitäten ein differenziertes Bild. Während das Unternehmen im deutschen Markt insgesamt eine positive Entwicklung verzeichnete, wurden die Wachstumsambitionen im Export im vierten Quartal durch die Krise in der Automobilindustrie und einen schwächeren Markt für Medizintechnik in den USA ausgebremst.

Die Position in Deutschland hat Philips durch die Integration zweier Akquisitionen weiter ausgebaut: Die Marken Massive und Trio, zwei Anbieter von Produkten für die Innen- und Außenbeleuchtung, ergänzen das Portfolio. Insgesamt erzielte Philips Deutschland auf vergleichbarer Basis einen Umsatz von 3.484 Mio. Euro - gegenüber 3.374 Mio. Euro im Vorjahr, ein Wachstum von 3,3 Prozent.

"Philips konzentriert sich mit seinen Aktivitäten auf wichtige globale Trends, wie insbesondere im Bereich Healthcare auf die älter werdende Gesellschaft und die zunehmende Bedeutung energieeffizienter Beleuchtungslösungen. Auch wenn wir uns der aktuellen wirtschaftlichen Krise nicht entziehen können, bietet dieses Portfolio erhebliche Chancen. Außerdem können wir uns gerade durch die Kombination unserer Kompetenzen auf den drei Feldern - Gesundheit, Licht und Lebensstil - vom Wettbewerb differenzieren", erläutert Hans-Joachim Kamp, Sprecher der Geschäftsführung der Philips Deutschland GmbH. "Der deutsche Konsumentenmarkt hat sich zudem bisher in vielen Bereichen weitgehend von der Krise abgekoppelt. Wer auf Reisen oder Restaurantbesuche verzichtet, verbringt mehr Zeit zuhause und will es sich dort angenehm einrichten. Hier kommt die Unterhaltungselektronik ins Spiel."

Noch stärker als in der Vergangenheit sei es wichtig, Kaufanreize durch Innovationen zu schaffen. Als ein Beispiel dafür wurde eine neue Fernseher-Generation mit Internetzugang genannt. Philips wird in diesen Tagen erste Modelle einer Reihe von TV-Geräten einführen, die per Fernbedienung ein einfaches Wechseln zwischen TV-Programm und Internet ermöglichen. "Die rapide wachsende Zahl von Internet-Videos kann dann endlich dort angesehen werden, wo die Wiedergabe von Videos am natürlichsten ist: auf dem Bildschirm des Fernsehers", so der Philips Geschäftsführer. Besonderes Augenmerk habe man beim neuen Angebot auf die angepasste Darstellung der Internetseiten gelegt, denn das Internet auf dem TV-Bildschirm soll mit der typischen Fernseher-Fernbedienung und nicht mit Maus und Tastatur gesteuert werden.

Wachsende Bedeutung gewinnen für Philips zudem Lösungen, die aus der Kombination der Kompetenzen der unterschiedlichen Sparten des Unternehmens entstehen. Bereits in der Vergangenheit hat Philips seine Erfahrung im Bereich Licht genutzt, um Untersuchungsräume in Kliniken und Praxen mit Beleuchtungslösungen auszustatten, die für eine angenehmere, angstfreiere Atmosphäre sorgen und damit die Basis für effizientere Untersuchungsabläufe schaffen. Den Einfluss von Licht macht sich Philips jetzt auch bei der Beleuchtung von Bürogebäuden und Schulen zu nutze, um ein erfolgreicheres Lernen und Arbeiten zu ermöglichen. In einer gemeinsamen Studie mit dem Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf (UKE) hat Philips nachgewiesen, welchen großen Einfluss eine an die Unterrichtsinhalte angepasste flexible Beleuchtung auf das Lernverhalten von Kindern haben kann: Während die motorische Unruhe der Schüler um mehr als 75 Prozent zurück ging, stieg die Lesegeschwindigkeit um fast 35 Prozent und die Fehlerhäufigkeit sank um fast 45 Prozent. Neben der zunehmende Nachfrage nach energieeffiziente Beleuchtungslösungen, die durch die aktuelle Gesetzgebung weiter gefördert wird, erwachsen daher nach Einschätzung von Philips zusätzliche Potenziale aus Lichtlösungen, die die natürlichen Prozesse im Körper unterstützen und sich positiv auf Wohlbefinden und Leistung auswirken.

Indem mit der älter werdenden Bevölkerung automatisch auch die Anzahl chronisch Kranker steigt, profitiert Philips von seinen Erfahrung bei der Umsetzung bedienerfreundlicher Konsumentenprodukte, wenn es darum geht, Menschen mit chronischen Erkrankungen ein möglichst selbstbestimmtes Leben in den eigenen vier Wänden zu ermöglichen. Beispielhaft ist hier die Telemedizinplattform für Menschen mit Herzinsuffizienz oder ein gemeinsames Forschungsprojekt mit der Berliner Charité zur Schlaganfallrehabilitation. In beiden Fällen wird der Fernseher als Plattform genutzt, um den Patienten im Umgang mit seiner Erkrankung zu unterstützen. Im Fall des Schlaganfall-Projektes werden dem Patienten über eine Set-Top-Box die physiotherapeutischen Übungen zugespielt, die er im Rahmen seiner Rehabilitation durchführen soll. Die Kontrolle erfolgt über Sensoren, die der Patient an Armen und Händen befestigt und über die auf dem Bildschirm anzeigt wird, dass beziehungsweise ob der Patient den vorgegebenen Übungsabläufen folgt. Den Trainingsfortschritt kann der Physiotherapeut jederzeit aus der Ferne verfolgen, um bei Bedarf korrigierend einzugreifen oder ein neues Trainingsprogramm zusammenzustellen. Entwickelt wurde das Projekt vom Philips Forschungszentrum in Aachen. Mehr als 165 Mio. Euro hat die Philips Deutschland GmbH im Jahr 2008 in Forschung und Entwicklung mit den Schwerpunkten Gesundheit und Licht aufgewendet.

Quelle: Pressemeldung Koninklijke Philips Electronics N.V.

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