NORD/LB präsentiert aktuelle Ranglisten der 100 größten Unternehmen in Niedersachsen
Platz vier belegt die Salzgitter AG, die erneut den größten Wertschöpfungsanstieg aller Top Ten Unternehmen verzeichnete. Auch die NORD/LB erzielte eine deutliche Zunahme ihrer Wertschöpfung und konnte an der nunmehr auf Position sechs abgerutschten Talanx Gruppe vorbeiziehen. Erstmals unter den ersten zehn Unternehmen platzierten sich auf den Rängen sieben und acht die E.ON Avacon AG und der Eisen- und Stahlerzeuger Georgsmarienhütte Holding Gruppe. Seine Position verteidigen konnte der Oldenburger Energieversorger EWE AG. Platz zehn belegt die Daun-Gruppe, ein Automobilzulieferer aus Rastede.
Das Jahr 2005 ist für die Top Ten-Unternehmen in Niedersachsen uneinheitlich verlaufen. Während im Vorjahr durchschnittlich ein Anstieg der Wertschöpfung um 20 Prozent zu verzeichnen war, berichteten in 2005 drei Unternehmen einen zum Teil deutlichen Rückgang. Die veränderte Wertschöpfung spiegelt auch die Profitabilitätsentwicklung der Unternehmen wider. Insgesamt nahm die Wertschöpfungssumme aller notierten 50 Unternehmen bei einem fünfprozentigen Umsatzwachstum und einem Beschäftigsaufbau von knapp drei Prozent um rund vier Prozent zu.
Fünf Unternehmen konnten sich erstmalig in der Rangliste positionieren. Die E.ON Kraftwerke GmbH (Position elf) und die New Yorker S.H.K. Jeans GmbH (Position 20) gaben erstmalig Auskunft zu ihrer Wertschöpfung. Die CEWE Color Holding AG auf Rang 43, die MTU Maintenance Hannover GmbH auf Rang 45 und die Öffentliche Versicherung Braunschweig (Rang 47) konnten sich aufgrund eines gestiegenen Wertschöpfungsbetrages platzieren.
Wie bedeutend der Volkswagen-Konzern für die niedersächsische Wirtschaft ist, zeigt sich daran, dass Europas größter Automobilhersteller seine Position mit einem Anteil von inzwischen rund 47 Prozent an der gesamten Wertschöpfung der 50 notierten Unternehmen weiter ausbauen konnte.
Verarbeitendes Gewerbe dominiert Liste umsatzstärkster Betriebe
Noch etwas größer ist die Bedeutung dieses Konzerns in der Liste der umsatzstärksten Unternehmen: Hier repräsentiert VW einen Wert von gut 42 Prozent - bezogen auf 100 Firmen. Damit stieg der Anteil gegenüber dem Vorjahr wieder um einen Prozentpunkt. Es folgen unverändert auf den Plätzen zwei bis fünf die TUI AG, die Continental AG, die EWE AG und die Salzgitter AG. Der AGRAVIS Raiffeisen AG gelang trotz Umsatzrückgangs eine Verbesserung von Position sieben auf sechs. Die Positionen sieben bis zehn erreichten die MDL METRO Distributions-Logistik GmbH & Co. KG, die E.ON Avacon AG, die hagebau Handels-GmbH für Baustoffe & Co. KG sowie die Dow Deutschland GmbH & Co. OHG.
Die 100 umsatzstärksten Unternehmen konnten ein Wachstum von 7,5 Prozent generieren. Dabei stieg auch die Beschäftigtenzahl um drei Prozent. Eine deutliche Steigerung des Umsatzes erfuhr der 100. Platz der Rangliste. Endete diese im vergangenen Jahr bei der Heinz von Heiden GmbH mit 279,5 Mio. Euro, so weist in diesem Jahr das 100größte Unternehmen einen Umsatz von über 315 Mio. Euro aus.
Das Verarbeitende Gewerbe dominiert die Liste weiterhin mit einem um zwei Prozentpunkte gestiegenen Anteil auf nun 72 Prozent. Auch ohne den gewaltigen Beitrag von VW wäre das Verarbeitende Gewerbe mit den anderen vertretenen Unternehmen des Fahrzeugbaus und den Kfz-Zulieferern das Schwergewicht der Erhebung.
In 2005 verbuchten 23 Unternehmen der Top 100 einen Umsatz von mehr als 1,5 Milliarden Euro. Darüber hinaus überschritten elf Firmen die Grenze von einer Milliarde Euro. Acht Unternehmen, z.B. die Symrise GmbH & Co. KG (Position 30) und die Marktkaufmärkte Niedersachsen (Position 35) sowie die Nordseewerke GmbH (Position 47), zogen neu in die Umsatzrangliste ein.
Mehr Firmenzentralen im Westen Niedersachsens
Nach wie vor dominieren zwar die Regionen Hannover und Osnabrück sowie das östliche und südliche Niedersachsen, jedoch ist der westliche Teil des Landes deutlich stärker als in den Vorjahren bei der Anzahl der Firmenzentralen vertreten. Hannover als Einzelstandort steht mit 22 Unternehmen weiterhin eindeutig an der Spitze, zu denen noch sechs weitere der Region hinzukommen. Ausgeprägte Branchenschwerpunkte sind neben der Automobilindustrie die Finanzwirtschaft sowie Handelsunternehmen und Dienstleister.
Osnabrück folgt mit zehn Unternehmenszentralen. Auch dort liegen die Schwerpunkte in Handels- und Dienstleistungsunternehmen sowie in Industriebetrieben des Fahrzeugbaus und in der Metall- und Papierindustrie. In Südostniedersachsen finden sich insbesondere größere Unternehmen des Straßen- und Schienenfahrzeugbaus mit ihren Zulieferern.
In der ländlich geprägten nordöstlichen Region hat der Handel die bedeutendste Rolle inne. Mit lediglich sieben Unternehmen ist die Region in der Rangliste nach wie vor sowohl bei der Anzahl der Notierungen als auch beim Branchenmix unterdurchschnittlich repräsentiert. Die westliche Region Niedersachsens wird vor allem von der Ernährungswirtschaft mit sechs Unternehmen geprägt. Daneben sind auch große Handelsunternehmen ansässig. Aber auch die anderen Wirtschaftszweige (Bau, Chemie, Fahrzeugbau, Verkehrsgewerbe sowie Dienstleistungen) runden den Branchenmix ab.
Aufgrund der großen Bedeutung des Versicherungsgewerbes in Niedersachsen stellt die NORD/LB auch eine Rangliste der größten niedersächsischen Versicherungen vor - gemessen an den gebuchten Bruttoprämien. Die Talanx-Gruppe führt diese weiterhin mit deutlichem Vorsprung an. Die nachfolgenden Unternehmen, die VHV Vereinigte Hannoversche Versicherung, die VGH Versicherungen, die Gothaer Lebensversicherung AG, die Concordia Versicherungsgruppe und die Landeskrankenhilfe VVaG, bestätigten ihre Vorjahrespositionen vor der Mecklenburgischen Versicherungsgruppe. Von den 15 notierten Versicherungskonzernen haben acht ihren Sitz in der Landeshauptstadt.
Die NORD/LB Regionalwirtschaft
Die NORD/LB Regionalwirtschaft ist ein Expertenteam innerhalb der NORD/LB, das sich mit regionalökonomischen Analysen und Konzepten zur Standortentwicklung befasst. Die Kernkompetenz liegt in der Erbringung umfassender konzeptioneller Dienstleistungen, die neben der Analyse und Strategieentwicklung auch konkrete Projekte zur Steigerung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit von Regionen vorsehen. Das Profil der NORD/LB Regionalwirtschaft zeichnet sich durch die Bündelung von Kompetenzen im Bereich der harten Standortfaktoren (u.a. Gewerbepark-Konzepte, Hightech-Standortstrategien, Standort-Management) und weichen Standortfaktoren (u.a. Kulturtourismus, Garten-Marketing) aus.
Quelle: Pressemeldung NORD/LB Norddeutsche Landesbank Girozentrale
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