Marktanteilsgewinne im Versicherungsgeschäft erwartet - Ergebnis voraussichtlich auf Vorjahresniveau
Mit einer um Sondereinflüsse bereinigten Steigerungsrate der Prämien aus dem selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft um 6,6 % zeigte der Verbund damit erneut seine Wachstumsstärke. Zu der erfreulichen Geschäftsentwicklung hat der größte Vertriebspartner Deutsche Vermögensberatung AG DVAG wieder erheblich beigetragen.
Die Lebensversicherer der AMB-Gruppe erzielten ein Wachstum der laufenden Beiträge um 6,6 % auf 4,3 Mrd. Euro. Einschließlich des planmäßig verminder-ten Einmalbeitragsgeschäfts lag die Prämieneinnahme in der Lebensversiche-rung bei 4,7 Mrd. Euro. In der Krankenversicherung stiegen die Brutto-Beiträge um 6,2 % auf 880 Mio. Euro. Unter Berücksichtigung des in Rückdeckung übernommenen Versicherungsgeschäfts ergab sich in der Schaden- und Unfallversicherung ein Beitragsvolumen von insgesamt 2,8 Mrd. Euro. Die darin enthaltenen Beiträge des selbst abgeschlossenen Geschäfts verzeichneten einen bereinigten Anstieg um 6,6%.
Wie in der gesamten Branche wurde auch das Kapitalanlage-Ergebnis des AMB-Verbundes durch die allgemein angespannte Kapitalmarktsituation und die Folge der dramatischen Ereignisse des 11. September 2001 geprägt. Die Netto-Erträge aus Kapitalanlagen beliefen sich auf 2,1 Mrd. Euro.
Auch die Leistungen wurden durch die Entwicklung an den Kapitalmärkten beeinflusst. Bei einer beeinträchtigten Entwicklung der Deckungsrückstellung in der Fondsgebundenen Lebensversicherung und der Rückstellung für Beitragsrückerstattung ergaben sich Leistungen von 7,3 Mrd. Euro. Davon entfielen 4,9 Mrd. Euro auf die Lebensversicherung, 831 Mio. Euro auf die Krankenversicherung und 1,6 Mrd. Euro auf die Schaden- und Unfallversicherung. Die Kostenquote lag bei 20,7 %.
Das operative Konzernergebnis belief sich zum Ende des 3. Quartals 2001 vor Steuern auf 430 Mio. Euro und nach Steuern auf 234 Mio. Euro.
Die "Assets under Management" - einschließlich der Kapitalanlagen für Dritte - betrugen 70,3 Mrd. Euro.
Segment Lebens- und Krankenversicherung
Leben
Mit einer Erhöhung des eingelösten Neugeschäfts in laufenden Jahresbeiträgen um 22,9 % auf 725 Mio. Euro übertrafen die Lebensversicherer der AMB-Gruppe wiederum den für die Branche ermittelten Vergleichswert von 20,2 %. Unter Einbeziehung des grundsätzlich starken Schwankungen unterworfenen Geschäfts gegen Einmalbeitrag - das darüber hinaus bei der Generali Lloyd Lebensversicherung planmäßig zurückgeführt wird - erzielte die AMB-Gruppe ein Neugeschäft von 1,1 Mrd. Euro. Der Versicherungsbestand erhöhte sich um 10,6 % auf 258 Mrd. Euro Versicherungssumme.
Aus diesem Bestand wurden Brutto-Beiträge von 4.698 Mio. Euro vereinnahmt. Die darin enthaltenen laufenden Beiträge aus dem selbst abgeschlossenen Geschäft nahmen um 6,6 % auf 4.336 Mio. Euro zu.
Insbesondere aufgrund der Konsolidierung der Spezialfonds mit entsprechenden Auswirkungen auf das Kapitalanlage-Ergebnis sowie der unrealisierten Verluste aus der Fondsgebundenen Lebensversicherung ergaben sich Gesamterträge aus Kapitalanlagen von netto 1.491 Mio. Euro.
Die Leistungen stellten sich auf insgesamt 4.866 Mio. Euro. Die Kostenquote lag bei 17,8 %.
Bei einem operativen Konzernergebnis vor Steuern von 124 Mio. Euro ergab sich ein Gewinn in diesem Teilsegment zum Ende des 3. Quartals von 64 Mio. Euro.
Kranken
In der Krankenversicherung erhöhten sich die Beiträge im Berichtszeitraum um 6,2 % auf 880 Mio. Euro. Die Schadenquote lag bei 58,3 %. Leistungen fielen in Höhe von 829 Mio. Euro an. Die Kostenquote betrug 12,3 %. In den ersten 9 Monaten wurde ein Konzernergebnis dieses Teilsegments nach Steuern von 21 Mio. Euro erwirtschaftet.
Segment Schaden- und Unfallversicherung
Die gebuchten Brutto-Beiträge im Segment Schaden- und Unfallversicherung beliefen sich auf insgesamt 3.086 Mio. Euro. Davon entfielen 2.732 Mio. Euro auf das selbst abgeschlossene Geschäft. Bereinigt um den Sondereinfluss aus der Bestandssanierung bei der Generali Lloyd Versicherung verzeichnete dieser Bereich einen Zuwachs um 6,6 %. Das in Rückdeckung übernommene Versicherungsgeschäft wurde planmäßig weiter reduziert.
Im Berichtszeitraum erwirtschafteten die Kompositversicherer Netto-Erträge aus Kapitalanlagen von 489 Mio. Euro.
Die Leistungen betrugen 1.614 Mio. Euro, die Schadenquote 67,0 %. Unter zusätzlicher Berücksichtigung der Aufwendungen für den Versicherungsbetrieb von 673 Mio. Euro ergab sich eine Combined ratio von 96,2 %. Nach Steuern wurde ein Konzernergebnis von 226 Mio. Euro erzielt.
Segment Finanzdienstleistungen
Trotz des zur Zeit recht unruhigen Geschäftsumfeldes verzeichnet die AM Generali Invest Kapitalanlagegesellschaft mbH eine erfreuliche Geschäftsentwicklung. Sie verwaltet inzwischen ein aus Publikums- und Spezialfonds bestehendes Vermögen von rund 5 Mrd. Euro.
Als Konsequenz aus dem nach wie vor in der gesamten Bausparbranche zu beobachtenden Marktdruck verringerte sich das eingelöste Neugeschäft im Bausparsektor der AMB-Gruppe um 7,0 % auf 2.195 Mio. Euro bzw. in der Vertragszahl um 4,4 % auf 126.214 Stück.
Erträge aus Kapitalanlagen netto wurden in Höhe von 187 Mio. Euro erwirtschaftet. Der Zinsüberschuss betrug 92 Mio. Euro. Darüber hinaus wurde ein Provisionsergebnis von 13 Mio. Euro erzielt. Die Kosten für die Verwaltung des Bauspargeschäfts beliefen sich auf 66 Mio. Euro.
Die als Kapitalanlagen ausgewiesenen Baudarlehen nahmen seit Jahresbeginn um 1,3 % auf 3.670 Mio. Euro zu, während sich die Bauspareinlagen um 4,6 % auf 3.875 Mio. Euro verminderten.
Ausblick auf das Jahr 2001
Für das gesamte Geschäftsjahr 2001 rechnet die AMB-Gruppe - unter Außerachtlassung des grundsätzlich von starken Schwankungen betroffenen Lebensversicherungsgeschäfts gegen Einmalbeitrag - erneut mit einem überdurchschnittlichen Beitragswachstum und Marktanteilsgewinnen im Versicherungsgeschäft.
Im Bereich Lebensversicherung erwartet die Gruppe wiederum eine erfreuliche Steigerung des Neugeschäfts gegen laufende Jahresbeiträge. Auch unter Einbeziehung der planmäßig reduzierten Einmalbeiträge werden die Gesamtbeiträge des Vorjahres überschritten. Ebenso wird der Krankenversicherungssektor voraussichtlich stärker wachsen als die Wettbewerber. Marktanteilsgewinne sind darüber hinaus in der Schaden- und Unfallversicherung zu erwarten. Im Bauspargeschäft geht die AMB-Gruppe von einer gegenüber dem Vorjahr verhaltenen Neugeschäftsentwicklung und einem stabilen Vertragsbestand aus. Weiterhin ungünstige Rahmenbedingungen für das Investmentgeschäft lassen erwarten, dass das für 2001 geplante Mittelaufkommen nicht ganz erreicht wird.
Insgesamt dürfte die versicherungstechnische Entwicklung im Gesamtjahr 2001 erneut zufriedenstellend ausfallen. Das Konzernergebnis insgesamt wird wesentlich vom weiteren Verlauf der Finanzmärkte beeinflusst. Auch bestehen noch erhebliche Unsicherheiten über den Ausgang der gegenwärtigen Steuerdiskussion. Nach derzeitigen Erkenntnissen geht die AMB-Gruppe aber davon aus, wiederum ein Geschäftsergebnis auf Vorjahresniveau zu erzielen.
Den kompletten Konzernbericht 1. - 3. Quartal 2001 finden Sie im Internet unter www.amb.de, Rubrik: Aktie & Börse, Zwischenbericht.
Quelle: Pressemeldung Generali Deutschland Holding AG
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