LVM Versicherung wechselt zu Ubuntu

28.04.2011 | Münster
Die LVM Versicherung sichert den Betrieb seiner etwa 10.000 installierten lokalen und mobilen Computersysteme nun durch den Einsatz von Ubuntu. Entscheidend für den Wechsel des Betriebssystems war die Bereitstellung moderner Anwendungen wie OpenOffice, Firefox und Lotus Notes, aber auch der Einsatz von neuen Technologien, z.B. dem Unterschriften Pad.

Die Anwendungen, zusätzlich insbesondere LAS, die zentrale Anwendung zur Verwaltung der Kunden- und Vertragsdaten der LVM Versicherung, werden den Mitarbeitern im Innen- und Außendienst per Netzwerk via Ethernet, VPN oder mobil bereitgestellt. Dabei stehen den Mitarbeitern der Agenturen die Daten jederzeit online zur Verfügung, sei es im Büro oder bei einem Kunden vor Ort.

Die LVM nutzt Linux seit Jahren für ihre Client-Systeme und Server. Nach Linux from Scratch und Red Hat Linux hat das Unternehmen zur stärkeren Ausrichtung auf die Bedarfe der Anwender mit der Erprobung von Ubuntu als modernem Client-Betriebssystem für die verschiedenen Laptop- und Desktop-Rechner begonnen. Nach einer intensiven Analysephase entschied sich LVM für den Einsatz von Ubuntu 10.04 LTS als neuer Plattform für die Client-Systeme. Im dritten Quartal 2010 erfolgte dann der Rollout auf die Rechner im Außendienst und im ersten Quartal 2011 die Umstellung der Innendienstsysteme. Neben Ubuntu werden in der Zentrale weiterhin auch Windows-Systeme eingesetzt.

Mit Canonical, dem Sponsor von Ubuntu und neuem strategischen Partner der LVM, wurden die bestehenden Systeme erfolgreich in kurzer Zeit migriert. Bei dieser Migration erhielten die Anwender ein modernes, attraktives Betriebssystem mit aktuellen Applikationen. Alle Nutzerdaten und nahezu alle Anwendungen blieben bei der Umstellung erhalten.

Die Herausforderung

Die LVM zählt zu den 20 größten Erstversicherern in Deutschland. In der Direktion in Münster arbeiten rund 3.000 Mitarbeiter, zum Teil auch von Heimarbeitsplätzen aus. Von dort werden auch alle 7.000 Außendienstler in den 2.200 LVM-Agenturen unterstützt. Für den Einsatz beim Kunden vor Ort nutzt der Außendienst mobile Geräte, die "always-online" auf das LAS zugreifen. Damit haben Innen- und Außendienst einen permanenten Zugriff auf denselben aktuellen Datenbestand zur Erstellung von Angeboten, für den Vertragsabschluss und die Verwaltung der Kundendaten.

Die LVM setzt auf eine Mischung aus Eigenentwicklungen und adaptierten Open Source Lösungen sowohl beim Management der Migration, als auch bei der Verwaltung des Software-Warenkorbs dieser Systeme. So wurde zum Beispiel die gesamte Systemsmanagementlösung mit den Anforderungen an ein hoch komplexes Updateverfahren selbst entwickelt. "Wir haben die Herausforderung der Migration angenommen, um in Zukunft in Kooperation mit einem verlässlichen Partner auf ein Betriebssystem zu setzen, dass sich in regelmäßigen Releasezyklen den Herausforderungen eines sich schnell entwickelnden Softwaremarktes stellt. Wir sind davon überzeugt, dass wir mit Canonical auf den richtigen Partner gesetzt haben", so Werner Schmidt, IT-Vorstand der LVM Versicherung.

Die Lösung

Das LVM-Arbeitsplatz-Team um den Projektleiter Dr. Stephan Heuer - seit Jahren erfahren und aktiv im Linuxumfeld - untersuchte eine Reihe von Linux-Distributionen und entschied sich für Ubuntu mit Canonical als Partner. In Zusammenarbeit mit Systemingenieuren von Canonical wurden vorhandene Probleme analysiert, Lösungen erarbeitet und abschließend ein Migrationsplan entwickelt. Auf sicherheitstechnische Aspekte, wie zum Beispiel den Einsatz von verschlüsselten Festplatten, Smartcard Authentifizierung sowie dem aktiven Schutz vor Schadprogrammen wurde dabei großen Wert gelegt.

Neben den zahlreichen nativen Linux und Web Anwendungen betreibt die LVM im Innendienst auch Windows basierte Applikationen, die über Terminal Services oder in einer virtuellen Windows Umgebung auf den Arbeitsplätzen bereit gestellt werden. Während der Umstellung wurde auf die Hilfe eines Premium Service Engineers (PSE) von Canonical zurückgegriffen, der mit seiner Erfahrung und Kenntnissen aus anderen großen Installationen das Linux-Team der LVM Versicherung unterstützte. Kritische Probleme konnten darüber direkt an verantwortliche Experten des weltweiten Netzwerkes von Canonical weitergegeben und so mit bestmöglicher Expertise kurzfristig gelöst werden. Mit diesem Angebot eines PSE steht der LVM auch weiterhin ein "single point of contact" zur Verfügung. Dahinter steht ein motiviertes ambitioniertes gut koordiniertes Team bereit für alle relevanten Herausforderungen eines aktuellen Projekts, aber auch für einen stabilen Regelbetrieb mit den täglichen Herausforderungen.

Quelle: Pressemeldung LVM Versicherungen

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