Krise wirkt sich auf US-Feuerwehren aus

20.05.2009 | Novato, Kalifornien
Die gegenwärtige Wirtschaftskrise in den USA wirkt sich negativ auf Feuerwehren im ganzen Land aus - so eine neue, umfangreiche, landesweite Studie über Feuerwehrleute, die von der Fireman's Fund Insurance Company gesponsert wurde.

An der Studie nahmen fast 9.500 Feuerwehren teil, dies entspricht 30 Prozent der Feuerwehren in den USA.

Die Studie "Supporting Safer Communities: A National Firefighter Survey" zeigt die drei größten Herausforderungen, mit denen Feuerwehren heutzutage konfrontiert sind, auf:

* Zu geringes Budget

* Veraltete Ausrüstung und Geräte

* Personal: Anwerbung und Bindung von qualifizierten Feuerwehrleuten

Hinzu kommt:

* Mehr als die Hälfte aller Feuerwehren gab an, dass sie aufgrund der schwachen Konjunktur angesichts von Budgetkürzungen ihre Anstrengungen zur Finanzmittelbeschaffung verstärken oder Förderanträge stellen müssen.

* 55 Prozent stimmen folgender Aussage zu bzw. voll zu: "Wenn die wirtschaftliche Situation noch 12 Monate anhält, wird sich dies negativ auf unsere Arbeit auswirken."

Nur noch ein Viertel der US-Feuerwehren verfügt über eine angemessene Ausrüstung

Illustratives Bild

Angemessene Finanzausstattung ist von entscheidender Bedeutung

"Angesichts der Tatsache, dass die Feuerwehrleute die ersten sind, die auf einen Brand, einen medizinischen Notfall und eine Natur- oder vom Menschen hervorgerufene Katastrophe in unseren Kommunen reagieren, benötigen wir angemessene finanzielle Mittel, um die Sicherheit unserer Gemeinden zu gewährleisten", so Chief Larry J. Grorud, Präsident der International Association of Fire Chiefs. "Diese Studie zeigt, was die Feuerwehren in den Gemeinden in unserem Land heutzutage brauchen."

Die Studie wurde von Ipsos Public Affairs (New York) durchgeführt und stand von Mitte Februar bis 31. März 2009 sechs Wochen lang allen hauptberuflichen und freiwilligen Feuerwehrleuten - unabhängig von Region, Dienstgrad oder Gemeindegröße - online zur Verfügung. Es nahmen über 17.500 Feuerwehrleute von fast 9500 Feuerwehren teil. 61 Prozent davon sind leitende Feuerwehrmitglieder (Chief, Captain oder Lieutenant). Die Ergebnisse basieren auf Daten aus den einzelnen Dienststellen und nicht auf den Antworten aller Auskunftspersonen. Wenn mehrere Feuerwehrleute aus derselben Feuerwehrorganisation an der Umfrage teilnahmen, wurde die erste Person, die antwortete, im Namen der Abteilung ausgewählt.

Ohne die angemessene technische Ausrüstung wird Feuerbekämpfung zur reinen Glückssache

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Ergebnisse:

* Ein Viertel der Feuerwehren verfügt nicht über die angemessene Ausrüstung, um verletzte Personen bei einem Verkehrsunfall schnell und sicher zu retten.

* 76 Prozent der Feuerwehren sind nicht der Meinung, dass ihre Organisation angemessen geschult ist, um auf Terrorismus oder Massenvernichtungswaffen zu reagieren.

* 57 Prozent aller freiwilligen Feuerwehren (70 Prozent aller Feuerwehren in den USA) verlieren derzeit Freiwillige, da sich diese andere Arbeitsstellen suchen müssen.

* 52 Prozent der Feuerwehren sind nicht der Meinung, dass sie angemessen geschult sind, um bei Unfällen mit gefährlichen Materialen situationsgerecht zu reagieren. Ein Drittel der Feuerwehren verfügt nicht über Schutzausrüstung für alle Feuerwehrleute, um bei solchen Unfällen die richtigen Maßnahmen ergreifen zu können.

* Nur 50 Prozent der Feuerwehren verfügen über Schutzausrüstung für alle Mitarbeiter, um auf Waldbrände reagieren zu können.

* 13 Prozent der Feuerwehren, die an der Studie teilnahmen, haben keine Wärmebildkamera zur Verfügung. Diese gilt als wesentliches Instrument zur Identifizierung von Brandherden und zur Lokalisierung von verletzten oder schlafenden Personen in brennenden Gebäuden. Nur 41 Prozent der Feuerwehren verfügen über eine Wärmebildkamera pro Löschgruppe.

Doch nicht alle Ergebnisse sind negativ - viele Feuerwehrleute konnten Positives aus Ihren Löschgruppen berichten:

* Trotz der gegenwärtigen Wirtschaftskrise waren nur 17 Prozent der Feuerwehren der Meinung, dass die Qualität ihrer Dienstleistung zurückgegangen ist.

* 90 Prozent der Feuerwehren sind der Meinung, dass sie für Gebäudebrände angemessen geschult sind.

* 62 Prozent vertrauen auf die Fähigkeit ihrer Feuerwehr, auf Katastrophen angemessen zu reagieren.

"Unterstützung bedeutet mehr Sicherheit der Gemeinden"

"Als Unternehmen ist Fireman's Fund der Auffassung, dass es sehr wichtig ist, das Bewusstsein dafür zu schaffen, was die Feuerwehren vor Ort benötigen", erklärt Chuck Kavitsky, Chairman von Fireman's Fund. "Die Unterstützung der Feuerwehr bedeutet höhere Sicherheit der Gemeinden. Aus diesem Grund haben wir unser Spenden-Programm auf die finanzielle Unterstützung von Feuerwehren im ganzen Land konzentriert."

Das landesweite philanthropische Programm der Fireman's Fund Insurance Company dient der Bereitstellung von notwendiger Ausstattung und Mitteln für Schulungen und Aufklärungsarbeit für örtliche Feuerwehren. Seit 2004 hat Fireman's Fund mehr als 1.100 verschiedene Feuerwehren mit insgesamt über 21 Millionen US-Dollar unterstützt. Auch unabhängige Versicherungsagenturen, die Fireman's Fund-Produkte verkaufen, können die Feuerwehren in ihren Gemeinden durch Zuschüsse unterstützen.

Diese Aussagen stehen, wie immer, unter unserem Vorbehalt bei Zukunftsaussagen, der Ihnen oben rechts zur Verfügung gestellt wird.

Quelle: Pressemeldung Fireman's Fund Insurance Company

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