Klinikum Saarbrücken erweitert RFID-Pilotprojekt um Blutkonserven

20.02.2006 | München
Im Klinikum Saarbrücken werden Patienten künftig noch sicherer mit den richtigen Blutprodukten versorgt, denn die Blutkonserven werden ab sofort mit RFID-Chips ausgestattet. Siemens Business Services, Intel, Fujitsu Siemens Computers, RpDoc Solutions und IMP Computersysteme AG werden das bereits bestehende RFID-Pilot-Projekt im Krankenhaus erweitern.

Siemens Business Services hatte bereits 2005 im Klinikum als erstem Hospital Deutschlands ein RFID-Projekt für die Identifizierung der Patienten eingeführt. Patienten bekommen seitdem bei der Aufnahme in das Hospital ein Armband mit RFID-Chip. Künftig werden auch Blutkonserven für rund 1.000 Patienten mit RFID ausgestattet. Bei der Anlieferung ins Hospital erhält der Beutel mit der Blutspende einen entsprechenden Chip, auf dem eine Nummer gespeichert ist. Die Nummer korrespondiert mit einem Eintrag in einer gesicherten Datenbank, in der Herkunft, Verwendungszweck und der Empfänger der Blutspende eingetragen werden. Bringt die Schwester den Blutbeutel zum Patienten, liest sie mit einem PDA sowohl den Chip an der Verpackung als auch ein RFID-Armband des Patienten ein. Erst wenn die Daten übereinstimmen, wird das Blut auch verabreicht. Der Patient erhält also mit Sicherheit die richtige Transfusion in der richtigen Menge. Die Daten fließen sofort in den klinischen Prozess und den Datensatz des Patienten mit ein.

Siemens Business Services fungiert als Generalunternehmer. Zu der technischen Gesamtausstattung der RFID-Lösung zählen Notebooks von Fujitsu Siemens Computers mit Zugriff auf das Patientensystem der Klinik sowie Pocket Loox PDAs und Stylistic Tablet-PCs mit Intel-Mobiltechnologie. RpDoc Solutions steuert die Software für Medikationsplan und -speicherung sowie Dosierungsprüfung bei, wozu auch Bluttransfusionen zählen.

Im April 2005 hatte Siemens Business Services im Klinikum Saarbrücken ein RFID-Projekt für die Identifizierung der Patienten eingeführt. Patienten erhalten seitdem bei der Aufnahme in das Hospital ein Armband mit RFID-Chip. Darauf gespeichert ist die Patienten-Nummer. Das Krankenhaus-Personal nutzt PDAs oder Tablet-PCs mit RFID-Leser, um die Daten auszulesen. Ärzte und Schwestern können so in Sekundenschnelle die Patienten identifizieren und erhalten online Zugang zu einer geschützten Datenbank mit Details zur Krankengeschichte und den zu verabreichenden Medikamenten.

Das Saarbrücker Projekt basiert auf einer RFID-Lösung, die bereits im Jacobi Medical Center in New York City im Einsatz ist und mehrfach für besondere Patientensicherheit ausgezeichnet wurde.

Quelle: Pressemeldung Siemens AG

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