Kandinsky Prize der Deutsche Bank Stiftung: Die Preisträger stehen fest

04.12.2008 | Frankfurt am Main
Die Deutsche Bank Stiftung und das führende Kunstmagazin Russlands "ArtChronika" präsentierten die Preisträger des "Kandinsky Prize". Aus der Vorauswahl, die bis zum 27. November im Winzavod Contemporary Art Center in Moskau gezeigt wurde, einigte sich die Jury bereits am 20. November auf neun Nomineés für die heutige Preisvergabe.

Die Auszeichnung als "Künstler des Jahres" und den zugleich mit 40.000 Euro höchstdotierten Preis für zeitgenössische Kunst in Russland wurde Anatoly Osmolovsky von Tom Krens, dem Direktor der Guggenheim.Stiftung überreicht. In der Kategorie "Bester junger Künstler" wurde Vladlena Gromova prämiert. Der US-Künstler und Regisseur Robert Wilson, der mit einer Soloperformance das Publikum begeisterte, verlieh den Preis in der Kategorie "Bestes Medienkunst-Projekt" an Vladislav Mamyshey-Monroe. Der Publikumspreis ging an den jungen Moskauer Peter Goloschapow.

Ziel des "Kandinsky Prize" ist es, die zeitgenössische russische Kunst zu fördern und einen Einblick in die wichtigsten Trends und Positionen der Kunstszene zu bieten. In einem dreistufigen Verfahren wählte die Jury die Gewinner. Mitglieder der Jury waren: Ekaterina Bobrinskaya, (Kunsthistorikerin, Moskau), Valerie Hillings (Solomon R. Guggenheim Museum, New York), Andrey Erofeev (Tretjakov-Galerie, Moskau), Friedhelm Hütte (Deutsche Bank Kunst, Frankfurt am Main), Jan-Hubert Martin (Französische Nationalmuseen, Paris) und Nikolay Molok ("ArtChronika", Moskau).

Den Preis für den "Künstler des Jahres" konnte heute Anatoly Osmolovsky entgegen nehmen. Die von ihm eingereichten Skulpturen, eine Reihe in Bronze nachgeformter Panzerteile aus der Serie "Goods", waren in diesem Jahr bereits auf der documenta zu sehen. Mit ihrer ebenso schlichten wie vielschichtigen Verbindung von skulpturalem Material und politischem Thema konnte diese Arbeit die Jury einhellig überzeugen. Ebenfalls in dieser Kategorie der bereits international etablierten Künstler nominiert war die Gruppe AES+F. Mit der Arbeit "Last Riot" war sie in diesem Jahr auf der Biennale in Venedig vertreten.

Die Kategorie "Bester junger Künstler", in der Vladlena Gromova ausgezeichnet wurde, fokussiert sich ganz bewusst auf junge, noch nicht etablierte Künstler am Beginn einer internationalen Karriere. Vladlena Gromova, die sich mit einer sehr humorvollen Videoarbeit zum Thema Portrait durchsetzte, gewinnt einen dreimonatigen Gastaufenthalt in der Villa Romana. Das Künstlerhaus in Florenz, zugleich das älteste kulturelle Engagement der Deutschen Bank, hat sich wie der "Kandinsky Prize" der Förderung junger Kunst verschrieben und belegt eindrucksvoll die sowohl länder- als auch institutionsübergreifende, internationale Vernetzung kultureller Aktivitäten der Bank. Mit dem Gastaufenthalt der Prämierten soll diese internationale Vernetzung des Künstlerhauses unterstrichen und ausgebaut werden.

Für das "Beste Medienkunstprojekt des Jahres" wurde Vladislav Mamyshev-Monroe prämiert. Der mit 10.000 Euro dotierte Preis soll insbesondere diese noch relativ junge Kunstgattung in Russland fördern. Neben den von der Jury gewählten Kategorien wurde ein per Internet abgestimmter Publikumspreis im Wert von 5.000 Euro an Peter Goloschapow vergeben. Der 1982 geborene Künstler überzeugte das Publikum mit skulpturalen und zeichnerischen Reminiszenzen an die russische Jugendkultur.

Mit dem Kandinsky-Prize engagiert sich die Deutsche Bank Stiftung für die junge russische Kunstszene und setzt so das bald 25jähriges Engagement des Unternehmens in Russland fort. Nach geförderten Ausstellungen und Präsentationen aus der Sammlung Deutsche Bank werden nun künstlerische Talente des Landes unterstützt. Dies entspricht dem Selbstverständnis der Bank, dem einzelnen zu ermöglichen, über sich selbst hinaus zu wachsen und dabei auch die Innovativkraft zeitgenössischer Kunst zu nutzen.

Quelle: Pressemeldung Deutsche Bank AG

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