Generali: Wachstum erneut über Marktniveau
1997 hatte die Gesellschaft einen Jahresüberschuß von 55,0 Mio. DM erzielt, und die Dividende je 50 DM-Aktie von 12,50 DM auf 15,00 DM angehoben.
Für 1998 werden die Aachener aufgrund der Zahlen der ersten sechs Monate ein deutlich verbessertes versicherungstechnisches Ergebnis erreichen. Außerdem verläuft das nichtversicherungstechnische Geschäft auch in diesem Jahr sehr erfreulich. Die Gesellschaft sieht daher einem höheren Jahresüberschuß entgegen, der die gestiegene Ertragskraft des Unternehmens widerspiegelt. Ziel sei es, wiederum eine attraktive Dividende auszuschütten sowie die innere Stärkung der Gesellschaft fortzusetzen, betont von Schorlemer. Durch Beschluß der Hauptversammlung am 20. Mai 1998 wurde das Grundkapital von 140,37 Mio. DM durch Umwandlung von im Jahresabschluß 1997 ausgewiesenen Kapitalrücklagen um 20 % auf 168,44 Mio. DM erhöht. Die neuen Aktien nehmen bereits am Gewinn des Geschäftsjahres 1998 voll teil.
Generell bewegen sich die deutschen Schaden- und Unfallversicherer auch 1998 in einem schwierigen Umfeld. Ein nach wie vor hohes Niveau der Arbeitslosigkeit und anhaltende Rationalisierungszwänge in Gewerbe und Industrie sowie ein an Schärfe zunehmender Wettbewerb sind Ursachen für die erwarteten rückläufigen Beitragseinnahmen im Gesamtmarkt.
Die Brutto-Beitragseinnahmen der AMV im selbst abgeschlossenen deutschen Versicherungsgeschäft lagen im ersten Halbjahr mit 1.212,7 Mio. DM auf Vorjahresniveau (1.213,2 Mio. DM). Gegenüber dem Markt, der erhebliche Beitragsrückgänge meldet, zeigt sich damit eine deutlich positivere Entwicklung mit Marktanteilsgewinnen. Besonders erfreulich entwickelten sich dabei nach Angaben der Gesellschaft die Beitragseinnahmen in der Verbundenen Wohngebäudeversicherung mit einer Steigerung von 3,9 % und in der Unfallversicherung, die eine Steigerung um 3,1 % aufweist. Trotz des anhaltenden extrem scharfen Wettbewerbs in der Kraftfahrzeug-Haftpflichtversicherung konnte die AMV die Beitragseinnahmen in diesem Versicherungszweig um 0,5 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum steigern. Die Anzahl der versicherten Fahrzeuge nahm dabei um 5,3 % zu. In der Voll- und Teilkaskoversicherung kam es ebenso zu einem Beitragsanstieg (+1,1 %). Insgesamt verzeichnete dadurch die gesamte Kraftfahrtversicherung ein Beitragsplus von 0,6 %. Diese Entwicklung hebt sich sehr erfreulich von der des Marktes ab, der zurückgehende Beitragseinnahmen in diesem Bereich meldet. Durch die wettbewerbsbedingten Beitragsabsenkungen in der Feuer- und Feuer-Betriebsunterbrechungs-Versicherung verursacht, nahmen die Beitragseinnahmen der Sachversicherungszweige um 2,0 % ab.
Die Zahl der gemeldeten Schäden ging im ersten Halbjahr über alle Sparten um 0,4 % gegenüber dem Vorjahr zurück. In der Kraftfahrtversicherung, stieg die Schadenstückzahl um 1,7 %. Im gleichen Zeitraum veränderten sich jedoch die Vertragsstückzahlen um + 4,1 %. Der Aufwand für Geschäftsjahresschäden im Gesamtgeschäft nahm insgesamt um 6,0 % zu, dabei erhöhten sich die Geschäftsjahreszahlungen nur um 0,4 %.
Durch eine Erhöhung der Provisionsquote aufgrund einer veränderten Portefeuille-Zusammensetzung und durch Buchungsverschiebungen kam es zu einem Anstieg bei den Kosten im Vorjahresvergleich um 5,6 %. Für das Gesamtjahr wird jedoch nur von einem leichten Anstieg der Kostenquote, die 1997 30,6 % betragen hatte, ausgegangen.
Im nichtversicherungstechnischen Geschäft erhöhte sich der Bestand an Kapitalanlagen gegenüber dem Jahresanfang um 9,8 % auf rd. 3,4 Mrd. DM. Die laufenden Erträge stiegen um 7,6 % auf 107,1 Mio. DM im Vergleich zum Vorjahr. Bis zur Jahresmitte wurden im wesentlichen durch Tradinggeschäfte im Aktienbereich 50,9 Mio. DM Gewinne aus dem Abgang von Kapitalanlagen erzielt.
Quelle: Pressemeldung Generali Deutschland Holding AG
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