Erfolgreich trotz Kostendruck bei Rohstoffen

04.08.2010 | Heidenheim
HARTMANN GRUPPE wächst weiterhin profitabel: Im 1. Halbjahr 2010 erzielte HARTMANN weltweit Umsatzerlöse in Höhe von 795,9 Mio. EUR. Dies entspricht einer Steigerung um 4,9 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das operative Konzernergebnis der HARTMANN GRUPPE verbesserte sich in den ersten sechs Monaten um 27,3 % auf 37,1 Mio. EUR.

Diese Zahlen machen deutlich, dass das Heidenheimer Gesundheitsunternehmen trotz der Sparbemühungen in den nationalen Gesundheitssystemen mit entsprechend starkem Preisdruck und trotz der deutlich gestiegenen Rohstoffkosten weiterhin profitabel wächst.

Wachstum in allen Geschäftssegmenten

Mit einem Umsatzplus von 4,9 % auf 795,9 Mio. EUR konnte HARTMANN trotz eines schwierigen Marktumfelds seinen Wachstumskurs in den ersten sechs Monaten 2010 fortsetzen.

Zum Gesamtwachstum trugen insbesondere die drei medizinischen Kernsegmente mit einem Umsatzplus von 5,2 % bei.

Das Segment Wundmanagement verzeichnete per 30. Juni 2010 Umsätze von 218,1 Mio. EUR; dies entspricht einer Steigerung um 5,6 %. Das Wachstum resultierte vor allem aus Umsätzen mit postoperativen Verbänden sowie im Apothekensortiment für die Erste Hilfe. Im Segment Inkontinenzmanagement konnte das Unternehmen seine Umsatzerlöse gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 5,4 % auf 291,9 Mio. EUR erhöhen. Dabei fanden insbesondere die körpernahen Produktsysteme hohe Kundenakzeptanz. Im Segment Infektionsmanagement profitierte HARTMANN von einem Umsatzplus bei kundenindividuellen OP-Sets; die höchste Wachstumsrate verzeichneten Einweginstrumente. Insgesamt stiegen die Segmentumsätze um 4,1 % auf 165,2 Mio. EUR. Per 30. Juni 2010 lag der Anteil der medizinischen Kernsegmente am Gesamtumsatz weiterhin bei 84,8 %.

Bei den weiteren Konzernaktivitäten verzeichnete HARTMANN in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahrs Umsatzerlöse in Höhe von 120,7 Mio. EUR. Dies entspricht einer Zunahme um 3,2 %. Sie resultiert aus dem Umsatzplus der unter der NOGE zusammengefassten Handelsaktivitäten sowie bei Kneipp.

EBIT und Konzernergebnis weiter verbessert

Sowohl die positive Umsatzentwicklung als auch die konsequente Umsetzung des Effizienzsteigerungsprogramms HARTMANN 2011 haben dazu beigetragen, dass sich das operative EBIT gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 15,4 % auf 54,4 Mio. EUR verbesserte. Das operative Konzernergebnis belief sich auf 37,1 Mio. EUR; dies entspricht einer Steigerung um 27,3 %. Damit ist es dem Unternehmen im 1. Halbjahr 2010 gelungen, seine Profitabilität weiter zu verbessern.

Während Konzernergebnis und EBIT in den ersten sechs Monaten des Vorjahres durch positive Sondereffekte beeinflusst waren, lagen per 30. Juni 2010 keine Sondereffekte vor. Entsprechend verbesserte sich das EBIT um 12,7 %; das Konzernergebnis nahm um 24,0 % zu.

Eigenkapitalquote weiter auf hohem Niveau

Die Eigenkapitalquote lag Ende des 1. Halbjahrs 2010 bei 48,5 % gegenüber 49,3 % zum 31. Dezember 2009. Zum 30. Juni 2010 betrug die Nettoverschuldung der HARTMANN GRUPPE 163,9 Mio. EUR.

Beschäftigtenzahl hat zugenommen

Am 30. Juni 2010 waren 9.857 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der HARTMANN GRUPPE beschäftigt. Gegenüber dem Jahresende 2009 entspricht dies einer Zunahme um 342 Personen. Diese Veränderung beruht im Wesentlichen auf dem Ausbau der Fertigungskapazitäten in den KOB-Produktionsgesellschaften in Coimbatore/Indien und Qingdao/China sowie der Übernahme der OP-Set-Fertigung von Unomedical in Australien. 61,3 % der Beschäftigten waren zum Ende des 1. Halbjahrs 2010 in ausländischen Tochtergesellschaften tätig.

Ausblick

"Bedingt durch die hohe Verschuldung vieler Staaten beobachten wir einerseits einen stärkeren Sparzwang in den nationalen Gesundheitssystemen und einen daraus resultierenden Preisdruck. Andererseits sind wir mit kräftig gestiegenen Rohstoffpreisen konfrontiert. Verstärkt werden die erhöhten Preise durch den schwachen Euro," resümiert Dr. Rinaldo Riguzzi, Vorstandsvorsitzender der PAUL HARTMANN AG, die gegenwärtige Lage.

Trotz dieses ungünstigeren Umfelds geht das Unternehmen weiterhin davon aus, dass seine medizinischen Kernsegmente im laufenden Geschäftsjahr 2010 profitabel wachsen werden. Die konsequente Umsetzung des Effizienzsteigerungsprogramms HARTMANN 2011 wird dazu beitragen, Produktivitätspotenziale in den internen Prozessen zu realisieren. Unter Abwägung aller Einflussfaktoren ist HARTMANN vorsichtig optimistisch, sein operatives Konzernergebnis gegenüber dem Vorjahr zu verbessern.

Ab dem 4. Quartal 2010 erwartet HARTMANN dann stärkere Auswirkungen der schätzungsweise um ein Drittel bis um die Hälfte gestiegenen Rohstoffpreise auf seine Herstellkosten. Programme, die diese Kostensteigerungen abfedern, hat das Unternehmen bereits gestartet.

Quelle: Pressemeldung PAUL HARTMANN AG

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