Credit Suisse verkauft Teile von Global Investors an Aberdeen Asset Management und übernimmt im Gegenzug eine Kapitalbeteiligung von 24,9% am britischen Vermögensverwalter

31.12.2008 | Zürich
Konzentration auf das Kerngeschäft im Asset Management und stärkere Ausrichtung auf das integrierte Geschäftsmodell der Credit Suisse

Die Credit Suisse hat heute den Verkauf von Teilen ihres traditionellen Asset-Management-Geschäfts "Global Investors" für eine Beteiligung von bis zu 24,9 Prozent am erweiterten Aktienkapital von Aberdeen Asset Management bekannt gegeben. Die Beteiligung entspricht einem Wert von rund CHF 381 Mio. (GBP 250 Mio.) per 30. Dezember 2008. Im Rahmen der Transaktion wird ein Grossteil des Global-Investors-Geschäfts der Credit Suisse in Europa, den USA sowie in Asien und Australien verkauft. Dieses umfasst verwaltete Vermögen in der Höhe von rund CHF 75 Milliarden. Als Teil der Vereinbarung wird ein Vertreter der Credit Suisse Einsitz im Verwaltungsrat von Aberdeen Asset Management nehmen. Die Transaktion soll, vorbehältlich üblicher vertraglicher Vollzugsbedingungen sowie der Genehmigung durch die Aufsichtsbehörden verschiedener Länder und der Aktionäre von Aberdeen Asset Management, im zweiten Quartal 2009 vollzogen werden.

In der Schweiz wird die Credit Suisse ihr traditionelles Asset-Management-Geschäft weiterführen, mit Ausnahme des Investment Managements einzelner in der Schweiz domizilierter Anlagefonds, welches Aberdeen Asset Management übernehmen wird. Das Global-Investors-Geschäft in Brasilien sowie die bisherigen weltweiten Joint Ventures der Credit Suisse werden weitergeführt.

"Wir sind überzeugt, dass unsere Kunden von dieser Vereinbarung enorm profitieren werden," sagt Rob Shafir, CEO der Division Asset Management der Credit Suisse: "Durch die Partnerschaft mit Aberdeen eröffnen wir unseren Kunden den Zugang zu einer umfassende Produktepalette eines führenden Anlagefonds-Anbieters, der sich durch eine konstant starke Performance in zahlreichen Anlageklassen ausgezeichnet hat."

Weiter ergänzt Shafir: "Wir wollen uns noch stärker als bisher auf diejenigen Geschäftsbereiche konzentrieren, in denen wir über kritische Grösse und klare Wettbewerbsvorteile verfügen und die sich ideal in unser integriertes Geschäftsmodell einfügen. Deshalb konzentrieren wir unsere Ressourcen auf die Bereiche Alternative Investments, Asset-Allokation sowie unser Geschäft in der Schweiz. Wir stärken damit das Global-Investors-Geschäft massgeblich und profitieren darüber hinaus von der Expertise und der Grösse unseres neuen Partners in einem sich konsolidierenden Markt."

Aberdeen Asset Management ist einer der führenden Anbieter von Vermögensverwaltungsdienstleistungen in Grossbritannien und einer der weltweit erfolgreichsten Verwalter von Aktien, Anleihen und Immobilienportfolios. Aberdeen verwaltet insgesamt ein Vermögen von GBP 111 Mia. (Stand 30. September 2008).

Im Rahmen der Transaktion rechnet die Credit Suisse mit einer Goodwill-Abschreibung in Bezug auf die verkauften Geschäftsbereiche in Höhe von ungefähr CHF 600 Mio. Diese hat aber keinen Einfluss auf das Kernkapital (Tier 1) der Credit Suisse.

Die Vereinbarung mit Aberdeen Asset Management enthält eine Anpassungsklausel des Kaufpreises, die zu einer Beteiligung von Credit Suisse an Aberdeen Asset Management von unter 24,9% führen könnte. Credit Suisse belässt GBP 20 Mio. in den übertragenen Geschäftsbereichen, womit auch regulatorische und Working-Capital-Anforderungen abgedeckt sind. Die Aktien sind grundsätzlich für eine Zeitdauer von drei Jahren gesperrt, und die Beteiligung der Credit Suisse an Aberdeen Asset Management kann während dieser Periode nicht über 24,98% steigen. Credit Suisse und Aberdeen Asset Management haben des Weiteren vereinbart, ihr bestehendes Vertriebs-Abkommen um die von Aberdeen Asset Management übernommenen Geschäftsbereiche zu erweitern.

Quelle: Pressemeldung Credit Suisse

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