Credit Suisse erweitert ihre Rohstoffplattform

24.10.2008 | Zürich/Schweiz
2008 erlebten Rohstoffe ihr bestes Halbjahr seit 1973

Die Preise für Öl, Kohle, Kupfer, Aluminium und andere natürliche Ressourcen erreichten neue Rekordstände. Trotz Abkühlung der Weltkonjunktur erzielen die Rohstoffmärkte weiterhin jährliche Wachstumsraten von über 15 Prozent.

Schätzungen zufolge generieren die weltweiten Rohstoffmärkte gegenwärtig Umsätze von jährlich über 23 Milliarden US-Dollar, wovon rund 40 Prozent oder 10 Milliarden US-Dollar von Finanzinstitutionen erzielt werden, die in diesem Sektor tätig sind. Der Eigenhandel – also Transaktionen, die auf Rechnung einer beteiligten Firma abgewickelt werden – macht fast die Hälfte des Umsatzes von Finanzinstitutionen auf den Rohstoffmärkten aus. Der Rest stammt aus strukturierten Produkten und Handelsbewegungen. "Finanzakteuren bietet sich ein enormes und wei- ter wachsendes Potenzial, denn sie können Eigenhandel betreiben, Transaktionen strukturieren und traditionelle Market-Making-Dienstleistungen anbieten. Deshalb ist die Credit Suisse eine Partnerschaft mit Glencore eingegangen, um eine umfassende Rohstoffplattform aufzubauen", erklärt Adam Knight, Co-Leiter Global Commodities der Credit Suisse. Weltweit beschäftigt die Rohstoffgruppe der Bank inzwischen über 130 Mitarbeitende. Diese Zahl dürfte weiter ansteigen, denn die Bank will auch in Zukunft in ihre Rohstoffplattform investieren.

Führende Rolle bei Innovationen

Seit Abwicklung seines ersten Energiehandels im Juni 2005 spielt das Rohstoffteam der Credit Suisse in der Entwicklung neuer Rohstoffmärkte eine führende Rolle. Im September 2007 richtete die Credit Suisse beispielsweise eine Plattform für den Handel mit Kobalt ein; im Mai 2008 folgte eine Plattform für den ausserbörslichen Handel mit Eisenerz. "Rohstoffe gewinnen als Anlagekategorie immer mehr an Bedeutung. Dabei erhöht sich sowohl die Komplexität der möglichen Transaktionen als auch die Zahl der handelbaren Rohstoffe", meint Knight. Wer noch vor wenigen Monaten mit Eisenerz oder Kobalt handeln wollte, benötigte dazu einen physischen Kontrakt mit einem Produzenten. "Jetzt wickeln wir den Handel mit jedem dieser Rohstoffe über Swaps ab. Ein Beweis für die Weiterentwicklung des Geschäfts", so Knight. Der von der Rohstoffgruppe aufgebaute Handelsdesk bietet eine breite Palette an Rohstoffbasiswerten, einschliesslich Öl- und Raffinerieprodukten, Kohle, Metallen, Agrarprodukten wie Weizen, Soja, Milch und Zucker sowie in Nordamerika Gas, Strom und Emissionen. Die Anlageprodukte reichen von Rohstoffindizes bis zu Edelmetallen in physischer Form, strukturierten Notes, Warrants, Fonds und Zertifikaten.

Partnerschaft mit Glencore

Ein wichtiger Bestandteil des Angebots ist die Allianz mit Glencore International AG, einem der weltgrössten Produzenten von natürlichen Ressourcen. Die Partnerschaft begann 2005 mit Öl und Ölprodukten und wurde später auf Basis- und Edelmetalle sowie Agrarprodukte ausgedehnt. Sie vereint Glencores führende Rolle im Handel von physischen Rohstoffen mit dem Fachwissen und der Stärke der Credit Suisse in den Bereichen Derivate, Schwellenmärkte, strukturierte Produkte und Risikomanagement. "Dank der Partnerschaft mit Glencore können wir eine Rohstoffplattform anbieten, wie es den meisten Banken nicht möglich ist. Wir können nicht nur Risiken anhand von Benchmarks absichern, sondern auch genau jene Produkte, welche die Kunden erzeugen. Die Allianz erstreckt sich über eine voll integrierte Rohstoffplattform mit einer breiten Palette an Basisrohstoffen."

Quelle: Pressemeldung Credit Suisse

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