Britischer "TÜV" nimmt Millionen Autos unter die Lupe mit IT-Lösung von Siemens Business Services

02.05.2006 | München
Siemens Business Services hat die Fahrzeuguntersuchungen des britischen "TÜV" (VOSA) landesweit auf eine elektronische Basis umgestellt. 18.000 VOSA-Prüfstationen wurden sukzessive von April 2005 bis heute mit IT ausgestattet und an eine zentrale Datenbank angebunden, wo die Ergebnisse der Fahrzeugprüfungen elektronisch zur Verfügung stehen. Innerhalb eines Jahres wurden bereits 16 Millionen Fahrzeuge durchgecheckt.

Der Verkehr auf Großbritanniens Straßen soll dadurch sicherer werden.

Siemens Business Services hat die komplette Lösung nicht nur entwickelt und implementiert, sondern wird sie die nächsten zehn Jahre betreiben. Sämtliche Prüfstationen wurden mit PCs und Software ausgestattet und an eine zentrale Datenbank angebunden, die Angaben aller Fahrzeuge enthält über Zulassung, Nummerschild, Marke, Modell, Farbe, Motor und benötigte Kraftstoffart. Kommt ein Fahrzeug zur Untersuchung in eine Station, werden die Informationen vor Ort mit denen in der zentralen Datenbank abgeglichen. Als Ausweis für die Zugriffsberechtigung zu dem IT-System haben die VOSA-Mitarbeiter Smart-Cards erhalten. Nach der Untersuchung fließen die neusten Ergebnisse in die Datenbank - vor Einführung des neuen Systems verschickten die Teststationen den Bericht noch in Papierform an die Vosa-Zentrale. Siemens Business Services hat die Mitarbeiter im Umgang mit der neuen Technik geschult und betreibt zwei Help-Desks, bei denen Anwender gegebenenfalls telefonisch weitere Hilfe beim Umgang mit der Technik erhalten können.

Derzeit werden täglich rund 140.000 Fahrzeuge auf Sicherheit und Umweltverträglichkeit getestet. In Großbritannien müssen einmal jährlich alle Fahrzeuge zur Untersuchung, die älter als drei Jahre sind.

VOSA will mit dem System die Sicherheit auf den Straßen des Vereinigten Königreichs verbessern, Testabläufe beschleunigen sowie die Möglichkeiten für Betrug verringern. Denn nur mit einem Blick in die Datenbank lässt sich feststellen, ob ein Fahrzeug beim TÜV war - Plaketten an den Nummernschildern wie an deutschen Fahrzeugen gibt es nicht. "Der Umstieg auf das elektronische System ist der bedeutendste Schritt seit unserer Gründung in den 1960er Jahren", sagte Alex Fiddes, Director Private Vehicles Sector bei VOSA.

Und auch der Kauf von Gebrauchtwagen wird sicherer: Telefonisch oder per Internet können Kaufinteressenten sich nach früheren VOSA-Tests und aufgetretenen Mängeln an Fahrzeugen erkundigen.

Quelle: Pressemeldung Siemens AG

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