BP zeigt Live-Bilder des Öllecks über eine Webcam
BP stellt einer Reihe von Regierungsbehörden seit 2 Wochen diese Live-Bilder über das Unified Area Command-Einsatzzentrum in Louisiana zur Verfügung - u.a. dem US-Innenministerium, der Küstenwache und dem Minerals Management Service (MMS). Darüber hinaus haben die an Einsatzmaßnahmen beteiligten internen wie externen Wissenschaftler und Ingenieure Zugriff auf diese Live-Bilder.
BP setzt weiterhin eine spezielle Vorrichtung, das so genannte Riser Insertion Tube Tool (RITT) ein, um austretendes Öl aufzufangen. Das Öl wird auf das Bohrschiff Discoverer Enterprise geleitet, dort in Tanks gelagert und das zusammen mit dem Öl abgesaugte Gas wird an Bord kontrolliert abgefackelt. Die Effektivität und der mögliche Erfolg eines Dauerbetriebs dieser neuen Technologie zum Aufnehmen von Öl und Gas sind nur schwer einzuschätzen.
BP hat bereits bisher, und wird auch weiterhin die Arbeit der Regierungsbehörden unterstützen, um die Menge des austretenden Öl genau bestimmen zu können. Seit dem Unfall auf der Bohrinsel Deepwater Horizon erfolgt die Schätzung des Ölaustritts im Unified Command-Einsatzzentrum. BP stellt die von der National Oceanic and Atmospheric Administration (NOAA) und der US-Küstenwache angeforderten aktuellen und konsisten Daten wie bisher mit hoher Priorität zur Verfügung. Auf Grundlage dieser Daten wird im Einsatzzentrum die Menge des austretenden Öls so präzise wie möglich geschätzt.
Die Gesamtmenge des Ölaustritts lässt sich mit verschiedenen Methoden und unter Einsatz verschiedener Variablen ermitteln. So hat sich z.B. der Durchmesser der Steigleitung, der vor dem Deepwater Horizon-Unfall ca. 50 cm betrug, durch Schäden an der Leitung um schätzungsweise 30% verringert. Darüber hinaus wird der Querschnitt der Leitung zusätzlich um 10% verringert, da ein Gestängerohr in der Steigleitung fest sitzt. Somit sind die von Dritter Seite durchgeführten Schätzungen der Austrittsrate, die auf einem Leitungsdurchmesser von ca. 50 cm basieren, ungenau. Zusätzlich ist zu berücksichtigen, dass auch Erdgas durch die Steigleitung strömt. Die mit Hilfe der aufgefangenen Kohlenwasserstoffe ermittelten Daten deuten darauf hin, dass der Gasanteil an der aus dem Leck im Steigrohr austretenden Gesamtmenge an Öl und Gas bei ungefähr 50% liegt.
Die US-Regierung hat mittlerweile eine spezielle Arbeitsgruppe, das so genannte Flow Rate Technical Team (FRTT) eingesetzt, um die Austrittsmenge präziser bestimmen zu lassen. Das FRTT setzt sich zusammen aus Vertretern der US-Küstenwache, NOAA, MMS, des Energieministeriums (Department of Energy - DOE) sowie der Organisation US Geological Survey. Die Arbeitsgruppe wird ihren Bericht bis spätestens Samstagabend (22. Mai 2010) vorlegen.
BP unterstützt diese Arbeitsgruppe, indem das Unternehmen sämtliche angeforderten Daten zur Verfügung stellt, dazu zählen u.a. Diagramme und Grafiken zur detaillierten Darstellung der Lecks, Daten zu den derzeit auf dem Bohrschiff Discoverer Enterprise aufgefangenen Mengen an Öl und Gas sowie Unterwasser-Videobilder des Öllecks.
Quelle: Pressemeldung Deutsche BP AG
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