Alaaf und Helau - Vorsicht an den närrischen Tagen

28.01.2008 | München
In wenigen Tagen erreicht das närrische Treiben seinen Höhepunkt: Von Weiberfastnacht bis Aschermittwoch wird in Deutschlands Karnevalshochburgen kräftig gefeiert und den Teilnehmern von zahllosen Rosenmontagsumzügen zugejubelt. Allein in Köln werden 1,5 Millionen Besucher erwartet.

In der fünften Jahreszeit stehen feuchtfröhliche Feiern auf der Tagesordnung. Und wie es sich gehört, besucht man anstehende Feste nur mit entsprechender Verkleidung. Wer sich mit dem Auto auf den Weg zu einer solchen Veranstaltung begibt, sollte laut der Experten im Allianz Zentrum für Technik allerdings auf den Mummenschanz während der Fahrt verzichten. Denn diejenigen, die sich mit Kostüm und Maske hinters Steuer setzen, müssen nicht nur mit einem Bußgeld rechnen. Sie gefährden sich und andere, wenn Sicht, Gehör und Bewegungsfreiheit eingeschränkt sind.

Kommt es aufgrund der Maskierung zu einem Unfall, kann wegen grober Fahrlässigkeit sogar der Verlust des Kaskoschutzes drohen. Aber nicht nur die Verkleidung kann Anlass für Probleme sein. Autofahrer, die das Lenkrad alkoholisiert in die Hand nehmen, müssen bereits ab 0,3 Promille mit einer Menge Ärger rechnen, wenn es zu einem Verkehrsverstoß kommt. Wer mit 0,5 Promille von der Polizei erwischt wird, zahlt - unabhängig von Fahrfehlern - 250 Euro, muss einen Monat ohne Führerschein auskommen und erhält vier Punkte in Flensburg. Daher gilt: Auch in der jecken Zeit besser kein Narr sein und auf Alkohol verzichten.

Ohne Kater durch den Karneval

Denn wer sich so richtig ins Karnevals-Getümmel stürzt, fühlt sich danach oft elend. "Es gibt aber viele einfache Möglichkeiten, fit und trotzdem nicht asketisch durch den Karneval zu kommen", sagt Dr. med. Matthias Kühn, Referatsleiter Gesundheitsmanagement bei der Allianz Privaten Krankenversicherung. Seine Tipps gegen den Kater: "Die besten Mittel sind Ruhe, Schlaf und viel Flüssigkeit. Trinken Sie abwechselnd Wasser, Suppe und verdünnte Frucht- und Gemüsesäfte, am besten bereits vor dem Schlafengehen."

"Magnesiumsalze, in Wasser aufgelöst, beschleunigen den Abbau von Alkohol. Vor dem Alkoholkonsum isst man am besten etwas Fettiges. Im Lauf des Abends sollten Sie langsam trinken, nach jedem Glas Alkohol ein Glas Wasser zu sich nehmen und nicht verschiedene alkoholhaltige Getränke mischen, also am Besten beim Kölsch bleiben", so Kühn.

Damit Scherben kein Unglück bringen

Doch nicht nur den Tag danach sollte man fürchten, auch im Karnevals-, Fastnachts- oder Faschingstrubel können neben allem Spaß Gefahren lauern. Wenn zum Beispiel beim Feiern einem anderen Gast zu heftig zugeprostet wird und dabei das Glas zerbricht, sich der Inhalt über die Kleidung ergießt und die Scherben Schnittverletzungen verursachen, kann es zu Schadenersatzforderungen kommen. Hier schützt eine Privat-Haftpflichtversicherung - die generell für jeden ein Muss ist.

Der Versicherer prüft die Ansprüche der geschädigten Person und bezahlt die berechtigen Forderungen, wie zum Beispiel Reinigungskosten für das Faschingskostüm, Behandlungskosten und eventuelle Schmerzensgeld-Forderungen. Wenn die Forderungen unberechtigt oder überhöht sind, setzt die Privat-Haftpflichtversicherung Ihr gutes Recht durch - notfalls auch vor Gericht.

Nicht ohne Private Unfallversicherung

Es sind aber auch Unfälle denkbar, für die niemand haftbar gemacht werden kann. Karen S. zum Beispiel hatte sich vergangenes Jahr viel vorgenommen: Der Partykeller für das private Faschingsfest sollte knallbunt geschmückt werden! Beim Aufhängen der Girlanden verlor sie das Gleichgewicht und stürzte von der Leiter. Die Diagnose: Mehrfache, komplizierte Beinfrakturen. Das linke Bein wird wohl auf Dauer nur eingeschränkt funktionstüchtig bleiben. Die gesetzliche Unfallversicherung bietet hier keinen Schutz: Unfälle im häuslichen Bereich zählen zu den Freizeitunfällen, die nicht über die gesetzliche Unfallversicherung abgedeckt sind.

Es ist zwar die medizinische Erstversorgung durch die Krankenversicherung gesichert, aber wer infolge eines Freizeitunfalls vorübergehend oder dauernd erwerbsunfähig wird, muss erhebliche finanzielle Einbußen und Belastungen hinnehmen. Hausfrauen und -männer stehen gänzlich ohne Schutz da. Eine private Unfallversicherung ist daher unerlässlich. "Sie gilt in der Regel weltweit, 24 Stunden am Tag", so Unfall-Experte Michael Girke von der Allianz. Bei Dauerfolgen (wie bei Karen S.) zahlt die Unfallversicherung eine Kapitalleistung, ab einem bestimmten Invaliditätsgrad gibt es zusätzlich eine lebenslange Monatsrente.

Mer losse d'r Dom in Kölle und feiern am Zuckerhut

Übrigens: Wer in der fünften Jahreszeit lieber zu heißen Sambarhythmen statt zu Kölner Karnevalsliedern tanzen möchte, kann auch in Brasilien Karneval feiern. Zum diesjährigen Karneval in Rio erwarten die Behörden 700.000 Besucher, ein Drittel davon aus dem Ausland. Das alljährliche Karnevalsspektakel mit tausend brasilianischen Samba-Tänzerinnen, Musikern und Sängern ist eine Reise wert. Bevor es jedoch auf Reisen geht, sollte man unbedingt an eine Auslandsreise-Krankenversicherung denken.

Im Krankheitsfall oder bei einem Unfall reicht der Schutz der gesetzlichen Kassen oft nicht aus, da die Behandlungskosten nur im Rahmen eines Sozialversicherungsabkommens mit dem jeweiligen Urlaubsland übernommen werden. Versicherte können daher unter Umständen auf Mehrkosten von vielen tausend Euro sitzen bleiben. Wenn Sie gesetzlich krankenversichert sind, gehört die Auslandsreise-Krankenversicherung also in Ihr Reisegepäck. Damit sind Sie im Ausland Privatpatient und genießen eine ausreichende Absicherung. Dieser Schutz belastet das Urlaubsbudget nur minimal: Bei der Allianz Privaten Krankenversicherung ist er schon für acht Euro im Jahr zu haben.

Quelle: Pressemeldung Allianz SE

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