Aktionärsbrief: Überdurchschnittlicher Beitragszuwachs

31.08.1999 | Köln
Weitere Steigerung des Konzernergebnisses erwartet. Wie dem heute veröffentlichten Aktionärsbrief zu entnehmen ist, stiegen die unkonsolidierten Beiträge (einschließlich der Beiträge aus der Rückstellung für Beitragsrückerstattung) im gesamten selbst abgeschlossenen Versicherungsgeschäft überdurchschnittlich um 4,0 % auf 8,6 Mrd. DM (Markt: 2,5 %).

Wesentlichen Anteil an dem erfreulichen Prämienanstieg hatte wiederum der Geschäftsbereich Lebensversicherung (unkonsolidiert). Das inländische Neugeschäft erhöhte sich, gemessen in laufenden Beiträgen, um 8,7 % auf 561 Mio. DM. Der Versicherungsbestand nahm um 7,6 % auf 322,5 Mrd. DM zu. Daraus wurden gebuchte Beiträge von 4,3 Mrd. DM erzielt; das entspricht einer Steige-rung um 5,6 %. Einschließlich der Beiträge aus der Rückstellung für Beitragsrückerstattung ergaben sich um 5,4 % höhere Gesamtbeiträge von 4,9 Mrd. DM.

Der Schaden- und Unfallversicherungsbereich (unkonsolidiert) entwickelte sich im 1. Halbjahr 1999 wiederum deutlich besser als der Branchendurchschnitt, so daß es der AM-Gruppe erneut gelang, Marktanteile hinzuzugewinnen. Mit einem Plus von 1,8 % erhöhten sich die Prämien im selbst abgeschlossenen Geschäft auf 2,6 Mrd. DM. Der Markt erwartet dagegen weitere Beitragseinbußen um 1,0 %.

In der Krankenversicherung (unkonsolidiert) wurde im 1. Halbjahr 1999 ein Beitragsanstieg von 3,5 % auf 1,0 Mrd. DM erzielt. Dieser moderate Zuwachs war insbesondere eine Folge nennenswerter Beitragssenkungen in der Krankentagegeld- und Pflegepflichtversicherung. Da das Neugeschäft zur Jahresmitte stark anzog, ist davon auszugehen, daß zum Jahresende ein Beitragswachstum von 4,5 % erreicht wird.

Das eingelöste Neugeschäft im Bausparsektor verminderte sich leicht von 3,5 Mrd. DM im Vorjahr auf nun 3,4 Mrd. DM. Ursächlich für diese Entwicklung war das niedrige Zinsniveau, da der Verkauf von Bausparfinanzierungen in starker Konkurrenz zum Hypothekengeschäft steht. Unabhängig davon wird nach dem Abschluß eingeleiteter Umstrukturierungen im Außendienst und dem zum 1. Juli 1999 eingeführten Euro-Tarif im 2. Halbjahr ein deutlich stärkeres Neugeschäft erwartet.

Der gesamte konsolidierte Kapitalanlagebestand der AM-Gruppe (einschließlich Depotforderungen, fondsgebundener Lebensversicherung und Baudarlehen) erhöhte sich im Vorjahresvergleich um 6,9 % auf 99,3 Mrd. DM. Daraus wurden laufende Erträge von 3,3 Mrd. DM erzielt; das entspricht einem Anstieg um 8,5 % gegenüber dem Vorjahr. Die Erträge aus dem Abgang von Kapitalanlagen lagen mit 586,3 Mio. DM (Vorjahr: 604,0 Mio. DM) in etwa auf Vorjahresniveau.

Zum 30. Juni 1999 waren 17 554 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr: 17 442) in der AM-Gruppe beschäftigt. Davon waren 55 Personen im Ausland tätig. Die Zunahme um 112 Beschäftigte resultiert hauptsächlich aus dem Ausbau der Vertriebskapazitäten.

Die Aktivitäten der AM-Gruppe konzentrieren sich im Geschäftsjahr 1999 weiterhin auf die Umsetzung aller Maßnahmen zur Erzielung eines weiteren ertragsorientierten Wachstums und zur Steigerung der Wettbewerbsposition.

Die Konsolidierung der DV-Technik in der AM Informatik GmbH verläuft erfolgreich. Nach der Ende 1998 erfolgten Zusammenführung der Rechenzentren am Standort Aachen wurde die Harmonisierung der Betriebsprozesse konsequent vorangetrieben. Auch bei der Vereinheitlichung der DV-Anwendungssysteme in der Kompositversicherung wurden bedeutende Fortschritte gemacht. Die Arbeiten zur Umstellung der DV-Systeme auf das Jahr 2000 konnten größtenteils bereits abgeschlossen werden, und auch die Aktivitäten zur Umstellung auf den Euro sind weit fortgeschritten. Seit Jahresbeginn 1999 haben nahezu alle Gruppenunternehmen ihre Tarife und Produkte Euro-fähig gemacht bzw. haben inzwischen zusätzliche Euro-Produkte entwickelt.

Mit dem Ziel der Erweiterung der Kerngeschäftsfelder um die Vermögensanlage für Dritte wurde mit dem Aufbau einer eigenen Kapitalanlagegesellschaft begonnen, die im 1. Quartal 2000 ihren Geschäftsbetrieb mit eigenen Fonds aufnehmen wird.

Im Mai 1999 erwarb die BADENIA Bausparkasse 81,14 % der Anteile an der DBS Deutsche Bausparkasse, Darmstadt. Durch den Erwerb konnte die BADENIA ihren Marktanteil weiter ausbauen und zusätzliche Vertriebswege erschließen.

Bis zur Jahresmitte 1999 nahmen alle in die Kooperation einbezogenen Unternehmen der AM-Gruppe den Vertrieb von Produkten der Commerzbank auf. Bereits im Januar 1999 startete die Commerzbank mit dem Vertrieb von BADENIA Bausparverträgen. Spätestens zum 15. Februar 2000 wird sie mit der Vermittlung von Versicherungsprodukten der AM-Gruppe beginnen.

Um die Attraktivität und Handelbarkeit der AMB-Aktien für private und institutionelle Anleger zu erhöhen, wurde die Einteilung des Grundkapitals in vinkulierte Namensaktien und Inhaberaktien aufgehoben und einheitlich auf die auf dem deutschen Markt gängige Inhaberaktie umgestellt. Seit dem 28. Juni 1999 ist die Namensaktie in die Notierung der Inhaberaktie einbezogen. Nach Umstellung auf den Euro betrug das Grundkapital der AMB zum 30. Juni 1999 136 796 305,92 Euro, eingeteilt in 53 436 057 Stückaktien.

Für das gesamte Jahr 1999 rechnet die AM-Gruppe mit einem erfreulichen Beitragswachstum und weiteren Marktanteilsgewinnen. Darüber hinaus erwartet die Gruppe erneut eine Steigerung des ordentlichen Konzernergebnisses. Unter Berücksichtigung der insgesamt erfreulichen Geschäftsentwicklung und einer ergebnisorientierten Dividendenpolitik ist davon auszugehen, daß die AMB wiederum eine Dividende zumindest auf Vorjahresniveau zahlen und die Rücklagen angemessen verstärken wird.

Quelle: Pressemeldung Generali Deutschland Holding AG

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