Abschaffung der Rabattverträge für Generika wäre richtiges Zeichen

22.03.2010 | Berlin
Mit der Forderung Rabattverträge für Generika abzuschaffen, setzt die Union ein richtiges Zeichen für den Erhalt der Therapiefreiheit und bekennt sich zum Standort Deutschland. Der durch die Rabattverträge erzeugte ruinöse Preiswettbewerb hat insbesondere die standortgebundene pharmazeutische Industrie an den Rand der Leistungsfähigkeit gebracht.

"Es ist richtig, dieses Instrument, das von Kassen in marktbeherrschenden Postionen missbraucht worden ist, abzuschaffen. Die Preise für Generika sind am Boden. Es muss und kann also hier auch kein erhöhter Herstellerabschlag eingeführt werden. Mit dieser Forderung konterkariert die Union ihren richtigen Ansatz. Es wurden teilweise Zuschläge zu Preisen vergeben, die unterhalb des Herstellerpreises liegen.", erklärte Henning Fahrenkamp, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbandes der Pharmazeutischen Industrie.

Die Überlegungen der Union sehen vor, im Gegenzug zur Abschaffung der Rabattverträge einen höheren Pauschalrabatt einzuführen. Doch durch die Preisspirale der letzten Jahre sind die Preise auf so niedrigem Niveau, dass eine weitere Rabattierung nicht mehr möglich ist. "Wichtig ist, dass es für die Patienten wieder möglich wird, ihre gewohnten Medikamente zu bekommen. Das steigert die Therapietreue ungemein. Für die Generikaindustrie kann die Abschaffung der Rabattverträge wieder eine gewisse Planungssicherheit bringen. In den vergangenen Jahren mussten Rabatte von teilweise 70 Prozent gewährt werden, um überhaupt noch am Markt zu bleiben. Das führte zu einem Verdrängungswettbewerb zugunsten ostasiatischer Produzenten, denn unter deutschen Rahmenbedingungen und bei unserer Qualität waren diese Dumpingpreise die gefordert wurden, nicht mehr machbar.", so Fahrenkamp.

Quelle: Pressemeldung Bundesverband der Pharmazeutischen Industrie e.V.

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